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Arbeitsgemeinschaft Hamburg

Delegationsreise der Hamburgischen Bürgerschaft nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete

Anfang November 2007 reiste auf Veranlassung des Präsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft, Berndt Röder, eine Delegation von Abgeordneten sowie einige Vorstandsmitglieder der DIG AG Hamburg nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete. Als erster Gesprächspartner erläuterte der deutschen Botschafter, Dr. Harald Kindermann, in Jerusalem die nach seiner Einschätzung bestehenden Chancen und die Bereitschaft seitens Israels und der Palästinenser, im Hinblick auf die bevorstehenden Verhandlungen in Annapolis. Der Leiter des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah, Jörg Ranau, unterrichtete die Delegation über die Erwartungen und die Lebenssituation der Bevölkerung in den palästinensischen Gebieten nach dem Abbruch der Friedensprozessverhandlung vor sieben Jahren.

Mit großem Interesse besuchte die Delegation die Talitha Kumi Schule in Beit Jala. Diese evangelische Schule gehört zu den wenigen Schulen in Palästina, die gleichberechtigtes Lernen für Jungen und Mädchen sowie ein Miteinander der Religionen ermöglichen.

Nach der Kranzniederlegung durch Herrn Röder in der Gedenkstätte Vad Vashem ging es in den Negev nach Sde Boker. Vor Ort wollten sich der Bürgerschaftspräsident und die Abgeordneten einen Eindruck von der Bedeutung des geplanten Erweiterungsbaus des Hamburg-Hauses machen. Das Hamburg-Haus, 1994 von der Bürgerschaft initiiert und finanziert, dient internationalen Jugendbegegnungen und beherbergt die Wüstenforschung des Weizmann-Instituts. Inzwischen hat die Feldschule für Wüstenforschung in Sde Boker weit über die israelischen Landesgrenzen hinaus an Bedeutung gewonnen. Um den globalen Aufgaben gerecht zu werden reichen die jetzigen Gebäude nicht mehr aus. Dank der erneuten finanziellen Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft wird es möglich sein, in naher Zukunft eine Erweiterung des Gebäudekomplexes nach neusten bautechnischen und ökologischen Erkenntnissen zu errichten.

In Haifa erklärte uns der Berater des Bürgermeisters, Dr. Rafi Karpel, die Situation der Stadt während des Libanonkriegs 2006. Vom Bürgermeister der Stadt erfuhr die Delegation über die Einzigartigkeit der Koexistenz jüdischer und arabischer Einwohner in Haifa. Hieran hat auch der letzte Libanonkrieg nichts geändert. Anschließend traf sich die Delegation zu einem Gespräch mit der Vorsitzenden der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe und stellvertretenden Präsidentin der Knesset, MK Colette Avital, die über das israelische Sicherheitsbedürfnis und ihre Bedenken bezüglich der Fähigkeit der Palästinenser zur Selbstverwaltung sprach.

Der letzte Tag führte die Delegation nach Ramallah zum Büro der Negotiations Support Unit und anschließend zu einem Gespräch mit palästinensischen Parlamentariern. Sie hoffen auf einen positiven Ausgang der Friedensbemühungen, auch wenn die Ergebnisse nur minimal für sie ausfallen sollten.

Andrea Hering

 


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