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Arbeitsgemeinschaft Braunschweig

„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“

Zum 60. Geburtstag Israels haben die Arbeitsgemeinschaft der DIG , die Jüdische Gemeinde, die Gesellschaft für christlich- jüdische Zusammenarbeit und die Stadt Braunschweig eine umfangreiche Veranstaltungsreihe initiiert.

Etwa 200 Freunde Israels feierten fröhlich in der Jüdischen Gemeinde am 7. Mai Jom HaAzma’ut. Höhepunkt dieser Feier war das wunderbare Konzert „Rachmanninoff, Mussorgsky and the Klezmer“ mit Maria Baranova (Klavier) und Helmut Eisel (Klarinette).

Maria Baranova und Helmut Eisel

Maria Baranova am Klavier und
Helmut Eisel mit seiner Klarinette in der Synagoge

Bei aller Freude erinnerte Prof. Dr. Kirchner, Vorsitzender der DIG Braunschweig, in seiner Rede daran, dass seit 60 Jahren kein Frieden in der Region ist, und dass die ständigen Menschenrechtsverletzungen durch den Beschuss mit Raketen aus dem Gaza-Streifen heraus auf israelische Dörfer und Städte eine dauernde Bedrohung darstellen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Festveranstaltung der Stadt Braunschweig. Der Festredner, Josef Joffe, Chefredakteur und Herausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT, gab einen historischen Abriss der 60 Jahre des Staates Israels. Unter den vielen Gästen aus Politik und Wirtschaft konnten wir auch den Bürgermeister unserer Partnerstadt Kiryat Tivon, Alon Navot, begrüßen. Er wurde begleitet von Eli Shrira von der Stadtverwaltung, und von Ami Ben Dror, dem früheren Bürgermeister und Mitbegründer der Partnerschaft. Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Dr. Gert Hoffmann, hob hervor, dass die Städtepartnerschaft mit Kiryat Tivon die lebendigste von allen Partnerschaften der Stadt Braunschweig ist.

Bürgermeister Alon Navot und Prof. Dr. Johannes-H. Kirchner

Der Bürgermeister von Kiryat Tivon Alon Navot
zu Gast bei Prof. Dr. Johannes-H. Kirchner,
Vorsitzender der DIG-Braunschweig

Im Jahr 2006 war es zu einem erfolgreichen Schüleraustausch zwischen der ORT-School in Kiryat Tivon und der Jugenddorf-Christophorusschule in Braunschweig gekommen. Beide Gymnasien hoffen auf eine Fortführung dieses Austausches.

Weiter geht es in diesem Jahr mit israelischen Filmen, die im Rahmen des Kinderfilmfestivals und des Filmfestes des Kulturinstituts gezeigt werden.

Frau Dr. Alexandra Nocke wird in einem Vortrag der Frage nachgehen: „Wo liegt Israel?“. Die Referentin wird die öffentliche Diskussion der Identität des modernen Israel beleuchten. Im November wird Dr. Christian Staffa die Friedensprojekte der Aktion Sühnezeichen in Israel vorstellen.

Ein weiterer Höhepunkt wird ein Konzert des Lachan Jewish Chamber Choir im Staatstheater der Stadt Braunschweig sein. Die Moderation wird Andor Izsak, Direktor des Europäischen Zentrums für jüdische Musik, übernehmen.

Die Auseinandersetzung mit den Palästinensern sollte in unserem Programm nicht fehlen. Wir hatten eine lebhafte Diskussion mit dem Vizepräsidenten der Palästinensischen Gemeinde in Deutschland, Reif Hussein. Einig waren wir uns über das Ziel eines friedlichen Staates Palästina neben Israel. Bei der Auslegung der Geschichte und der gegenwärtigen Situation bleiben jedoch große Differenzen.

Diese vielen unterschiedlichen Angebote ermöglichen allen Interessierten eine breite Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart des Staates Israel.

Rita Weiler


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