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Arbeitsgemeinschaft Stuttgart

Tolle Stimmung auf dem Stuttgarter Schlossplatz

Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint und unsere Anstrengungen im Vorfeld des Israeltages belohnt: Bei strahlendem Sonnenschein beteiligten sich am 8. Mai viele hundert Menschen an der Geburtstagsfeier auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Happy Birthday Israel – toller Anlass, tolles Wetter, tolle Stimmung, so lässt sich der Tag in knappen Worten beschreiben.

Eingeladen hatte die DIG Arbeitsgemeinschaft Stuttgart/Mittlerer Neckar zusammen mit den Landkreisen Esslingen und Ludwigsburg, der Arbeitsgruppe „Wege zum Verständnis des Judentums“ Württemberg, dem Bundesverband Jüdischer Studierender in Deutschland e.V. in Stuttgart, dem Denkendorfer Kreis für christlich-jüdische Begegnung, dem Verein Gegen Vergessen – für Demokratie, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, dem pädagogisch-kulturellen Centrum Ehemalige Synagoge Freudental, TSV Makkabi Stuttgart und WIZO Stuttgart.

Ein reichhaltiges Informationsangebot, landestypische Spezialitäten und viele Kulturbeiträge lockten zum Verweilen. Mit besonderer Freude konnte unser stellvertretender Vorsitzender, der SPD-Landtagsabgeordnete Stephan Braun, die Jazzband der Thelma Yellin High School of the Arts aus Givatyim/Tel Aviv begrüßen, die mit fetzigen Rhythmen begeisterte. Weitere Höhepunkte boten u.a. Arie Mozes, der Kantor der Israelitischen Religionsgemeinschaft, mit israelischen Liedern und die Musikband der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule aus Kirchheim u. Teck.

Doch nicht nur die beiden Schulbands machten deutsch-israelische Partnerschaften erlebbar: Eine hochkarätige Talkrunde mit dem Stuttgarter OB, den Landräten aus Esslingen und Ludwigsburg und eigens angereisten Vertretern der israelischen Partnerkommunen Givatayim und Oberes Galiläa ließ deutlich werden, wie vielfältig und für alle Beteiligten bereichernd deutsch-israelische Kommunal- und Schulpartnerschaften ausgestaltet werden können.

Ganz handfest und im Wortsinn „greifbar“ wurden die Partnerschaftsaktivitäten mit dem Aufbau eines Holzpavillons durch die Zimmerleute der Philipp-Matthäus-Hahn-Berufsschule in Nürtingen, die zuvor in Givatayim bereits ein gleichartiges Bauwerk zusammen mit israelischen Schülern und Lehrern errichtet hatten. An den Wänden des Ausstellungspavillons waren die gemeinsamen Aktivitäten aus 20 Jahren Schulpartnerschaft mit dem ORT-Technikum in Givatayim dokumentiert. Einen ähnlich sinnfälligen Ausdruck fand die Partnerschaft zwischen dem Landkreis Ludwigsburg und dem Oberen Galiläa mit der Präsentation der vom Bildhauer Shaul Sinai im Rahmen eines gemeinsamen Kunstprojekts aus Basalt und Stahl geschaffenen Skulptur „Dialog“. Dem Künstler stand die Freude darüber ins Gesicht geschrieben, sein Werk am Tag des israelischen Staatsjubiläums unter den Fahnen Israels und Deutschlands auf dem prominentesten Platz unserer Landeshauptstadt ausgestellt zu sehen.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger, den wir als Schirmherrn der Feier gewinnen konnten, bezeichnete das Existenzrecht Israels als unverhandelbar und wünschte dem Land „noch viele Geburtstage“. Neben Stuttgarts Oberbürgermeister Schuster reihten sich Vertreter der beiden christlichen Kirchen, der israelitischen Religionsgemeinschaft sowie der Wirtschaft in die Schar der Gratulanten ein. Ein besonders anrührendes Grußwort kam vom Leiter der Stuttgarter Bachakademie, dem Israel seit langem eng verbundenen Dirigenten Professor Helmuth Rilling.

Stundenlang regelrecht umlagert war der Infostand der DIG mit dem Motto „Solidarität mit Israel“. Wir führten hunderte Gespräche, unser Informationsmaterial stieß auf großes Interesse. Viele Besucher wollten auch in Zukunft nicht auf regelmäßige Informationen über Israel aus erster Hand verzichten, ca. 50 abonnierten unseren Infobrief. Aktiv mit dabei auch unsere Jugend, die zum Gründungstreffen eines Jugendforums einlud, das mittlerweile sehr erfolgreich stattgefunden hat.

Fazit: Eine rundum gelungene Sache, die nach Wiederholung ruft. Der Vorsitzende unserer Arbeitsgemeinschaft, Franz-Hellmut Schürholz, traf die Stimmung des Publikums, als er zum Ausklang der Veranstaltung feststellte: „Mit der heutigen Feier wollten wir zusammen mit vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für Israel ein Zeichen des Respekts, der Sympathie und der Solidarität setzen. Israel hat dieses Zeichen verdient.“

Franz-Hellmut Schürholz / Lothar Galow-Bergemann


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