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* * *    60 Jahre Israel    * * *
 

 

Arbeitsgemeinschaft Saar

60 Jahre Israel – Eine Feier im großen Sendesaal des SR

Mit 400 Gästen, an der Spitze der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, feierte die Deutsch-Israelische Gesellschaft Saar im großen Sendesaal des Saarländischen Rundfunks die Staatsgründung Israels vor 60 Jahren. In seiner Rede betonte der Ministerpräsident: „Für Deutschland muss klar sein: Wir freuen uns über die Gründung des Staates Israel.“ Für kein Land der Welt müsse dies so selbstverständlich sein wie für Deutschland. Kein anderes Land habe so viele Gründe, Israel zu unterstützen. Das im deutschen Namen begangene Verbrechen an den Juden bringe die Verpflichtung mit sich, nicht zu vergessen und beinhalte gleichzeitig einen bleibenden Auftrag, sich zum Existenzrecht Israels zu bekennen. Ein Land, dem der saarländische Ministerpräsident bescheinigt: „Israel ist zu einem Land mit beeindruckenden Leistungen geworden und großartigen Erfolgen in Wirtschaft und Wissenschaft.“ Dies anzuerkennen und zu Israel zu stehen, sei nicht nur Sache der Politik. Auch die Wirtschaft müsse sich an moralischen Kategorien messen lassen. „Wir müssen diejenigen unterstützen, die friedliche Lösungen im Nahen Osten anstreben“, so Müller.

Die Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Saar, Iris Neu, erinnerte daran, dass sich Israel seit seiner Gründung in permanentem Kriegszustand befinde. „Und es grenzt beinahe an ein Wunder, dass dieses kleine Land, dessen Fläche gerade mal so groß ist wie das Bundesland Hessen, überleben konnte.“ Am 60. Jahrestag seiner Gründung sei die Sorge um die Existenz Israels als einzige Demokratie des Nahen Ostens akuter denn je, vor allem durch Drohungen aus dem Iran im Verbund mit islamistischen Terroristen der Hamas und der Hisbollah. Diese Tatsachen müssten Deutschland alarmieren, so Neu. Die DIG-Saar-Vorsitzende forderte angesichts dieser Bedrohungen Deutschland auf, entschiedener zu Israel zu stehen. Das gelte auch für die deutsche Wirtschaft. Deutschland dürfe aufgrund seiner „historischen Verantwortung“ auch nicht vor einem Wirtschaftsboykott und schärferen Sanktionen zum Stopp des Nuklearprogramms gegenüber dem Iran zurückschrecken. Der Vorsitzende der Synagogengemeinde Saar, Richard Bermann, erinnerte daran, dass die jüdische Geschichte eng mit der anderer Staaten verknüpft sei. Der Staat Israel brauche „stabile Garantien, um überleben zu können.“ Hier müsse sich insbesondere die Europäische Union einbringen.

Thomas Sponticcia

 

 

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