Arbeitsgemeinschaft Stuttgart
DIG Stuttgart auf Wachstumskurs
Über ein Viertel mehr Mitglieder, eine Vielzahl von Veranstaltungen, ein neu gegründetes Jugendforum, ein „Netzwerk“, das sich um unsere AG herum entwickelt – es war eine klare Wachstumsbilanz, die der Vorstand der AG Stuttgart und Mittlerer Neckar nach zwei Jahren Tätigkeit auf der Mitgliederversammlung am 14. Juli vorlegen konnte. Der alte und neue Vorsitzende Franz-Hellmut Schürholz berichtete von regelmäßigen Kultur-, Vortrags- und Diskussionsabenden mit bis zu 200 Teilnehmer/-innen sowie von einem großen Open-Air-Geburtstagsfest zu Israels 60ten Geburtstag. Dafür wie auch für die Spendenaktion „Baden-Württemberg-Wald“ konnte der Ministerpräsident als Schirmherr gewonnen werden.
Mit Informationsständen in Stuttgart und den umliegenden Gemeinden haben wir uns in der Öffentlichkeit bekannter gemacht. Die bald 200 Kontaktadressen, die nunmehr regelmäßig Informationen und Einladungen erhalten, gehen zu einem Gutteil darauf zurück. Ein monatlicher Stammtisch macht sich beim zwanglosen Kennen lernen bewährt und hat schon so manche Idee geboren. Mit großem Beifall wurde der Bericht von Tobias Pietsch und Benjamin Schmidt über die Gründung eines Jugendforums aufgenommen, an dem sich mittlerweile über 20 Jugendliche beteiligen.
Die anschließende lebhafte Debatte – immerhin zweiunddreißig der mittlerweile über 100 Mitglieder waren erschienen – war von Aufbruchcharakter geprägt. Mehr Mitglieder als bisher signalisierten ihre Bereitschaft, aktiv zu werden. Viele Vorschläge wurden gemacht, so z.B. Kontaktausbau mit Schulen und Hochschulen, mehr kulturelle Angebote oder Kooperation in Wirtschaft und Wissenschaft. In die Freude über das Erreichte mischte sich auch Kritik. So wurde u.a. auf unsere nicht zufrieden stellende Präsenz in den Medien verwiesen. Auch gab es teils unterschiedliche Gewichtungen in den Vorstellungen über unsere weitere Tätigkeit. Mehr Kultur, Mehrstimmigkeit und Behandlung „heikler Fragen“ oder mehr Einflussnahme auf die Politik und auf die überwiegend ablehnende bis feindselige öffentliche Meinung gegenüber Israel? Dass die Mitglieder darin keinen unüberwindbaren Widerspruch sehen, wurde nicht zuletzt mit dem einstimmigen Beschluss „Keine Massenvernichtungswaffen für das iranische Regime – Solidarität mit Israel“ deutlich. Darin heißt es, dass Solidarität mit Israel „heute als wichtigste Aufgabe erfordert, die iranische Bombe zu stoppen“. Gerade Deutschland habe sehr wirksame Mittel in der Hand. „Würden ab sofort keine Güter aus Deutschland mehr in den Iran geliefert, hätte dies beträchtliche Auswirkungen auf die iranische Wirtschaft.“ Der Vorstand wurde beauftragt, Veranstaltungen, Gespräche mit Abgeordneten, Öffentlichkeitsarbeit u. a. zu dem Thema zu organisieren.
Sichtbarer Ausdruck der gewachsenen Aktivität wie der vielfältigen Aufgaben, die wir uns vorgenommen haben, ist der mit nunmehr elf Mitgliedern deutlich vergrößerte Vorstand. Ihm gehören an: Franz-Hellmut Schürholz als Vorsitzender, Bärbel Illi und Stephan Braun als Stellvertreter, Jürgen Hagdorn als Schatzmeister sowie Barbara Traub, Andrea Klöber, Meinhard Tenné, Benjamin Schmidt, Reginald König, John Barrows und Lothar Galow-Bergemann.
Lothar Galow-Bergemann