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DEN ARBEITSGRUPPEN: Schleswig-Holstein
THEMA: In einer Werkschau präsentierte die DIG Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein den jüdischen Künstler Felix Birchansky
Der aus der ukrainischen Stadt Dnepropetrovsk stammende Felix Birchansky (58) lebt und arbeitet seit Jahren in
seiner Wahlheimat, der Hansestadt Lübeck, und ist dort auch Mitglied der jüdischen Gemeinde.
Die in unterschiedlichen Techniken erstellten Arbeiten von Felix Birchansky verbinden mit ihren zahlreichen
Bezügen zu seinem Herkunftsort, der osteuropäischen Kunst und seiner Akademiezeit am Institut in Karkovh auch
seine deutsche Wahlheimat Lübeck. Sie sind so eine ansprechende Synthese der verschiedenen kulturellen Einflüsse.
Seine Arbeiten finden sich international in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen.
Für die von der DIG organisierte Werkschau, die am 18. Juni eröffnet wurde, konnte die Kunsthalle St. Annen in
Lübeck unter ihrem Direktor, Dr. Thorsten Rodiek, gewonnen werden. Bis Ende Juli waren die Bilder von Felix
Birchansky in der Lübecker Kunsthalle St. Annen zu besichtigen.
In ihrer Begrüßung betonte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und Vizepräsidentin der
DIG, Anke Eymer, MdB, dass besonders die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst und mit Künstlern
Orte der Begegnung, des Kennenlernens und des Miteinanders sind.
"Die Kunst drückt auf einer viel tieferen Ebene als Worte es vermögen Einstellungen und Lebenseindrücke aus",
so Anke Eymer, MdB.
"Ausstellungsveranstaltungen dieser Art sind ein hervorragendes Medium, um die Ziele der DIG in den
gesellschaftlichen Dialog mit einzubringen und um die menschlichen, kulturellen und wirtschaftlichen
Verbindungen zwischen uns Deutschen und Israel zu festigen und weiter zu entwickeln."
Eine Einführung zum Leben und in die Arbeiten von Felix Birchansky gab die Lübecker Malerin Claudia Luczak-Sütfeld.
Die Einladung der DIG hatte eine große Resonanz weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus. Unter den über
150 Gästen waren der Lübecker Stadtpräsident Peter Sünnenwold, der Kreispräsident Dieter Anders, Abgeordnete des
Landtages und der Lübecker Bürgerschaft sowie der Kunstfreund und Leitende Oberstaatsanwalt Heinrich Wille.
In ihrem abschließenden Dankwort wies die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe der DIG in Schleswig-Holstein,
Soja Kanuschin, darauf hin, dass das große Interesse und die zahlreichen Gäste nicht nur ein Interesse an den Arbeiten
des Künstlers zeigen, sondern auch an der Tätigkeit und Bedeutung der DIG in Deutschland und in Schleswig-Holstein und Lübeck.
Dabei sprach Soja Kanuschin nicht nur als stellvertretende Vorsitzende, sondern auch als Verwaltungschefin der
jüdischen Gemeinde in Lübeck, die durch zahlreiche Gäste und namentlich Benjamin Gruschka bei der Veranstaltung vertreten war.
"Kunst ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft und eine lebendige Kommunikation. Und als Mittel der
Kommunikation steht Kunst auch im Zeichen des gegenseitigen Wahrnehmens von kulturellen Unterschieden und
im Zeichen der Aussöhnung. Das ist eine große Aufgabe, aber auch eine reizvolle Herausforderung", so Soja Kanuschin.
Schon zur der Gründungsversammlung der DIG in Schleswig-Holstein und Lübeck 1973 waren aus der jüdischen
Gemeinde in Lübeck viele Gemeindemitglieder der Einladung gefolgt.
Bis heute ist die Zahl der Mitglieder der DIG in Lübeck aus dem Kreis der jüdischen Gemeinde in Lübeck stets gewachsen.
Anke Eymer
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