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AUS DEN ARBEITSGRUPPEN: Düsseldorf

THEMA: Hildegard Müller und Gesandter Ilan Mor zu Gast

Trotz vieler Termine kurz vor dem Ende des Bundestagswahlkampfs fand die CDU-Bundestagsabgeordnete Hildegard Müller, Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe im Bundestag und Präsidiumsmitglied der DIG, gemeinsam mit dem Gesandten der Israelischen Botschaft in Berlin, Ilan Mor, am 13. September Zeit, um über den Stand der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Leo-Baeck-Saal der Jüdischen Gemeinde zu diskutieren.
Hildegard Müller schilderte eingangs den zahlreichen Besuchern der Veranstaltung Aufgabe, Ziele und Arbeit der Parlamentariergruppe. Sie zeigte sich beeindruckt von der guten Zusammenarbeit der Parlamentarier aus allen Fraktionen. "Unser Ziel ist es, Verständnis für die existentielle Bedrohung der Gesellschaft in Israel zu wecken", sagte sie und forderte weiter, dass Deutschland sich sehr viel stärker in Israel präsentieren sollte.
Ilan Mor betonte, dass die Beziehungen zwischen den beiden Nationen auf festem Fundament stehen. "Deutschland ist der beste Freund Israels nach den USA. Wir haben vielfältige, lebendige aber auch nicht unkomplizierte Beziehungen und können stolz auf das sein, was in 40 Jahren geschafft wurde", stellte er fest. Dabei verweist er auf den intensiven Jugendaustausch, der einen stabilen Stamm von Freunden Israels geschaffen hat. Das derzeitige Verhältnis wird leider aber auch durch den israelisch-arabischen Konflikt geprägt. Dabei gibt es nach den Worten von Mor kein Patentrezept zur Lösung. Müller und Mor sind sich einig, dass es in den letzten fünf Jahren zu einem verzerrten Bild durch die negative Darstellung Israels gekommen ist. "Die Grenze von Antiisraelismus und Antisemitismus ist fließend", warnt Mor eindringlich und erwartet mehr Verständnis für Israels Situation als einziger Demokratie in einem diktatorischen Umfeld. Von der palästinensischen Autonomiebehörde verlangt er, dass sie in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen. "Die Zeit von Floskeln ist vorbei", sagt Mor. "Es kann nicht sein, dass es kein Gewaltmonopol in den palästinensischen Gebieten gibt. So kann es nicht weitergehen." Nach seinen Worten unterstützt die israelische Gesellschaft den Weg Scharons und ist bereit, weitere Kompromisse einzugehen, sicher aber nicht unilateral. Abschließend forderten Hildegard Müller und Ilan Mor die Teilnehmer des Abends auf, von den Medien eine objektive Berichterstattung offensiv einzufordern.

Gerd Spliedt


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