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AUS DEN ARBEITSGRUPPEN: Kassel

THEMA:Neujahrsempfang mit prominenten Gästen.

Manfred Oelsen , Vorsitzender der AG Kassel, konnte am 10. Januar 2006 im Hause der Plansecur mehr als 130 Gäste, Freunde und Mitglieder der DIG zum Neujahrsempfang begrüßen. Ehrengast war der letzte deutsche Botschafter in Israel, Herr Rudolf Dreßler, der in den Jahren 2000 bis 2005 als Botschafter die Entwicklung der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel nicht nur beobachtet, sondern auch mitgestaltet hat.
Herr Dreßler hatte sich bereits im Herbst 2005 bereit erklärt, über seine Erfahrungen als Botschafter zu berichten und eine Einschätzung der politischen Situation in Israel zu geben. Durch die schwere Erkrankung von Ariel Scharon bekam seine Rede einen besonderen Stellenwert und gewann ungewollte Aktualität.

Neben dem ehemaligen Hessischen Ministerpräsidenten Holger Börner, der nur wenige Tage später seinen 75. Geburtstag feiern konnte, hatten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverordnetenfraktionen und des Kreistages des Landkreises Kassel eingefunden. Der ehemalige Kultusminister Hans Krollmann, Regierungspräsident Klein und Polizeipräsident Henning sowie unsere Ehrenvorsitzende Ruth Selbert waren ebenfalls gekommen. Der Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen, und der Landrat des Landkreises Kassel, Dr. Udo Schlitzberger, gingen in Grußworten auf die vielfältigen Aktivitäten der DIG Kassel ein und wünschten der AG weiterhin eine erfolgreiche Arbeit.
Oberbürgermeister Hilgen wies auf die gemeinsame Arbeit im letzten Jahr, unter anderem die Festveranstaltung im Bürgersaal aus Anlass der Feiern zum 40-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der damaligen Bundesrepublik und des 30-jährigen Bestehens der DIG AG Kassel, die Pflege der Städtepartnerschaft zwischen Ramat Gan und Kassel, die Aufrechterhaltung der Kontakte zu ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie deren Angehörigen im Ausland hin. Landrat Dr. Udo Schlitzberger stellte aktuelle Bezüge zur bevorstehenden Kommunalwahl her und forderte die Anwesenden auf, sich aktiv für eine hohe Wahlbeteiligung einzusetzen, um radikalen Kräften entgegen zu wirken.

Rudolf Dreßler hielt als Ehrengast der Veranstaltung eine brillante Rede, in der er immer wieder seinen Respekt vor der Leistung des Staates Israel und den Menschen, die in Israel leben, bekundete. In zahlreichen Beispielen ließ er die positive Entwicklung des Verhältnisses zwischen Israel und Deutschland deutlich werden. Die Achtung vor dem schwierigen Amt als Botschafter und die in persönlichen Begegnungen und Erfahrungen in Israel gewonnen Einsichten hat Rudolf Dreßler überzeugend vermitteln können. Das Plenum folgte mit seltener Aufmerksamkeit einem engagierten Befürworter guter Beziehungen zu Israel. "Gesicherte Existenz Israels - Teil der deutschen Staatsräson" hat Rudolf Dreßler einen Essay überschrieben. Ganz in diesem Sinne hat er sein Amt verstanden.
Bei den Gästen des Neujahrsempfangs hat die Rede viel Beifall gefunden und Nachdenklichkeit ausgelöst. Im Anschluss an den offiziellen Teil stand Rudolf Dreßler den Teilnehmern des Empfangs zu Gesprächen zur Verfügung, dabei konnte er einige politische Weggefährten begrüßen. Es war ein gelungener Abend, zu dem das Duo Shiratori musikalisch beitrug.

Wolfgang Caspar


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