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AUS DEN ARBEITSGRUPPEN: Oldenburg

THEMA: Israelischer Partnerlandkreis wünscht sich mehr Besucher

Oberbürgermeister Dietmar Schütz ist von seiner ersten Reise in den Partnerlandkreis Mateh Asher in Israel nach Oldenburg zurückgekehrt. Mit ihm reiste eine kleine Delegation, die für einige Tage einer Einladung des Landrates Yehuda Shavit gefolgt war. In der Delegation waren alle Fraktionen des Rates, aber auch der Vorsitzende der Deutsch Israelischen Gesellschaft, Roland Neidhardt, und die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, Sara Ruth Schumann, vertreten.

Ziel der Reise war es, vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen politischen und sicherheitspolitischen Situation im Staat Israel den Stand und die Entwicklungsmöglichkeiten der bestehenden Partnerschaft zu erörtern. Dabei wurde an die Gespräche anlässlich des Besuches von Yehuda Shavit im Juli 2002 in Oldenburg angeknüpft.

Der Besuch zum gegenwärtigen Zeitpunkt und die Teilnahme an einer zentralen Gedenkveranstaltung zum nationalen Holocausttag wurde von den Gastgebern mit Dank und Anerkennung kommentiert. Der Landkreis Mateh Asher hatte für die Gäste ein umfangreiches Programm erstellt, zu dem neben einigen touristischen Besuchen u.a. Arbeitsgespräche mit Dezernenten und Besuche pädagogischer, kultureller und wirtschaftlicher Einrichtungen gehörten. Die Delegation war höchst beeindruckt vom Erlebten und von der überwältigenden Gastfreundschaft der israelischen Partner.

Oberbürgermeister Dietmar Schütz betonte nach seiner Rückkehr nach Oldenburg, dass er die Entscheidung, nach Israel zu fahren, niemandem abnehmen könne. „Aber ich kann jetzt aus eigener Erfahrung sagen, dass wir uns an keiner Stelle und zu keiner Zeit während unseres Besuches im Landkreis Mateh Asher wirklich bedroht gefühlt haben“, sagte Schütz. „Die Menschen in Israel leben täglich mit der diffusen Bedrohung möglicher Anschläge, aber ohne dass Angst sie zu beherrschen scheint. Insbesondere der Landkreis Westgaliläa gehört zu den unter israelischen Gesichtspunkten sicheren Gebieten. Israel ist ein wunderschönes Land und ich würde mir wirklich wünschen, dass Oldenburger Bürgerinnen und Bürger das westliche Galiläa als Urlaubs und Reiseziel für sich entdeckten. Ich bin sicher, dass auf diese Weise unvergessliche und nachhaltige persönliche Kontakte entstehen könnten.“

Ein Besuch Israels biete sich tatsächlich an, weil man auf diese Weise Land und Leute besser verstehen lerne, so Schütz weiter. Die Eindrücke von Yad Vashem (Holocaust Gedenkstätte in Jerusalem) und Loghame Hagetaot (Haus der Warschauer Ghettokämpfer) würden deutlich machen, dass die Erinnerung an den Holocaust niemals aufhören dürfe.

Der Landkreis Mateh Asher würde sich sehr freuen, anlässlich des alljährlich zur Erntezeit stattfindenden Olivenfestes im Herbst eine Gruppe von Oldenburgerinnen und Oldenburgem begrüßen zu können. Des Weiteren wünscht man sich, dass der eingleisige Schüler- und Jugendaustausch auch wieder Oldenburger Jugendliche nach Israel bringt. Dafür will sich Oberbürgermeister Schütz einsetzen.



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