Das Präsidium der DIG wehrt sich entschieden gegen vorschnelle Verurteilungen Israels
Das Präsidium der Deutsch-Israelischen Gesellschaft wehrt sich entschieden gegen vorschnelle Verurteilungen Israels wegen der Militäraktion vor der Küste Gazas. Zunächst müssen alle Fakten geklärt werden. Dazu gehören u.a. auch:
- Seit Wochen hat die Regierung Israels angeboten, die Waren der „Hilfsflotte“ ins Land
zu lassen, seit Wochen aber auch davor gewarnt, den Versuch zu unternehmen, die
Seeblockade zu durchbrechen. Jeder Kundige weiß, dass, dass die Blockade zur
Unterbindung von Waffenschmuggel errichtet worden ist. Die Militäraktion Israels ist
die Reaktion auf eine vorsätzliche Provokation.
- Seit Jahren ermöglicht Israel die Lieferung von lebensnotwendigen Waren in den
Gazastreifen. Allein in den vergangenen eineinhalb Jahren wurden pro Person 1
Tonne an Lebensmitteln und Hilfsgütern geliefert.
- Die „Hilfsflotte“ war und ist nicht nötig sondern als Demonstration und Provokation
gedacht, angelegt und durchgeführt worden.
- Wer sich trotz Warnungen in den bereich militärischer Operationen begibt, gefährdet vorsätzlich alle daran Beteiligten.
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft erwartet von der deutschen Politik, dass die Freundschaft und Solidarität gegenüber Israel nicht nur in „Sonntagsreden“ beschworen und beteuert wird, sondern dass sie gerade in Konfliktsituationen unter Beweis gestellt wird.
31.05.2010
© Copyright 2003-2010 Deutsch-Israelische Gesellschaft *
last update: 31.05.2010