Bundesminister des Auswärtigen Dr. Guido Westerwelle sprach mit DIG-Präsidium
Gedankenaustausch über aktuelle Situation in Israel
Zu einem ausführlichen Gedankenaustausch traf das Präsidium der Deutsch- Israelischen Gesellschaft (DIG) am vergangenen Donnerstag mit Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle zusammen.
DIG-Präsident Reinhold Robbe äußerte sich nach dem Treffen, an dem auch Staatsministerin Cornelia Pieper teilnahm, sehr lobend über das "offene und vertrauensvolle Gespräch, in dem die wesentlichen Fragen der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sowie die aktuelle Situation im Nahen Osten" im Mittelpunkt standen.
Der Bundesaußenminister habe für die Bundesregierung, aber auch für sich persönlich erklärt, dass die besonderen Beziehungen Deutschlands zum wichtigen Partnerland Israel allerhöchste Priorität hätten. Deshalb könne sich Israel auf Deutschland verlassen, wenn es um die Sicherheit des Landes gehe. Weiterhin habe der Außenminister seine Freude zum Ausdruck gebracht, dass Deutsche bei der Freilassung des in Geiselhaft genommenen Soldaten Gilad Schalit Unterstützung leisten konnten. Dies werde ganz sicher auch dazu beitragen, das ohnehin sehr gute Vertrauensverhältnis zwischen beiden Staaten noch weiter zu festigen. Die deutsche Bundesregierung wolle alles in ihrer Kraft Stehende tun, um die künftigen Bemühungen, um eine dauerhafte und belastbare Friedensordnung im Nahen Osten voranzubringen. In diesem Zusammenhang verlieh der Außenminister seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Gefangenenaustausch die Wiederaufnahme von Verhandlungen erleichtern werde.
DIG-Präsident Robbe dankte dem Außenminister für dessen Engagement und wies auf die Notwendigkeit hin, die vielen Felder der Zusammenarbeit mit Israel, insbesondere im kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich, besser als bisher in das öffentliche Blickfeld zu rücken. Deutschland, so Robbe, zähle zu den wichtigsten engen Verbündeten Israels; diese Tatsache sei jedoch nicht im Bewusstsein aller Mitbürger verankert. Deshalb werde die Deutsch-Israelische Gesellschaft ihre Aktivitäten auf den genannten Feldern verstärken. Robbe sprach sich in diesem Zusammenhang erneut für ein israelisches Kulturinstitut in Deutschland aus.
Berlin, 21.10.2011