KONSEQUENZEN ZIEHEN! Das ZDF verniedlicht einen iranischen Vernichtungsaufruf
In der Hauptnachrichtensendung "Heute" des ZDF vom 26. Oktober kündigte die Moderatorin im Abschnitt Kurzmeldungen
"Neue Drohungen gegen Israel" an. Die Meldung bezog sich auf eine "Konferenz für eine Welt ohne Zionismus",
bei der der iranische Staatspräsident gefordert hat, "Israel von der Landkarte zu tilgen", dann folgte
(sinngemäß) folgender Satz: "Zwar gehört diese Forderung zur iranischen Propaganda. Seit langem ist es
jedoch das erste Mal, dass sie von einem iranischen Staatspräsidenten erhoben wurde."
Diese Art der Nachrichtenpräsentation ist erschütternd und unannehmbar. Jeder Beobachter weiß, dass dies
seit Jahrzehnten die Position der Machthaber in Teheran ist. Ist es nur "Propaganda", die man nicht ernst
nehmen muss? Nein, diese Art der Verniedlichung fordert geeignete Konsequenzen! Zu ihnen fordere ich den
Intendanten und die Führung des ZDF auf.
Vielleicht setzt man sich in Mainz gleich mit einer weiteren Nachricht aus der gleichen Sendung
auseinander. Sie betrifft einen terroristischen Mordanschlag im israelischen Hadera, bei dem vier
unschuldige Bürger umgebracht wurden. Dann hieß es (sinngemäß): "In einem Communiqué übernahm der
militärische Arm des Islamischen Jihad die Verantwortung für den Anschlag". Beim "Islamischen Jihad"
handelt es sich um eine Killerbande. Die als Terrororganisation in der gesamten zivilisierten Welt geächtet ist.
Wir fragen: Was sollen da offiziell anmutende Begriffe wie "Communiqué" oder ähnliches? Und was heißt
"militärischer Arm" bei einer Truppe, die nur Terror kennt und sonst nichts?
Prof. Manfred Lahnstein
Präsident der DIG
27. Oktober 2005
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