ISRAELPEDIA 2017 2.-5. Juni, Kassel

Israelpedia möchte im Feld der deutsch-israelischen Beziehungen engagierten jungen Menschen zu Hintergrundwissen aktueller Themen verhelfen. Durch die Vermittlung von historischen und theoretischen Grundlagenkenntnissen soll eine selbständige Bewertung und kritische Beteiligung an aktuellen Debatten unterstützt werden. Im Rahmen eines verlängerten Wochenendes (Pfingsten 2017) werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit zwei Schwerpunkten befassen: der sozialpsychologischen Analyse faschistischer Agitation und dem Sechstagekrieg von 1967.

Angesichts zunehmender „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ durch sogenannte Populisten der Neuen Rechten einerseits und des politischen Islams, welcher in antisemitischen Terroranschlägen eine barbarische Enthemmung demonstriert, andererseits, drängt sich die Frage auf, warum Menschen autoritäre, nationalistische und faschistische Haltungen entwickeln. Unter Rückgriff auf die aus den 1930ern stammende Theorie des autoritären Charakters soll eine Analyse der gegenwärtigen Konstellation jenseits oberflächlicher Empörung und damit ein effektives Entgegentreten ermöglicht werden. Einen Schwerpunkt bildet dabei der durch die Geschichte hindurch in immer wieder neuen Formen erscheinende Judenhass.

Im Juni jährt sich der Sechstagkrieg zwischen Israel und drei arabischen Staaten zum 50. mal. Eines der Ergebnisse dieses Waffenganges ist die bis heute anhaltende israelische Kontrolle des Westjordanlandes, welche im Zentrum internationaler Kontroversen steht. Aber auch die Wiedervereinigung Jerusalems und damit ermöglichte Wiederbelebung jüdischen Lebens an den heiligen Stätten sowie die Demonstration militärischer Leistungsfähigkeit auf israelischer Seite prägen den heutigen Blick auf den Nahen Osten. Leider sind die Hervorbringungen des Alltagsverstandes sowie medialer Produktion hierzulande häufig geprägt von Halbwissen, Gerüchten und Dämonisierungen Israels. Dem entgegen wird im Seminar durch eine detaillierte Untersuchung der Geschehnisse von 1967 sowie ein intensives Quellenstudium eine fundierte Wissensbasis erarbeitet werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollen in den Stand versetzt werden, eine mündige Beteiligung an den Debatten dieses Jubiläumsjahres leisten zu können und eigene Standpunkte zu reflektieren.

Programmübersicht
Fr Ankunft, Kennenlernen und Austausch
Sa Tagesseminar: Autoritärer Charakter und faschistische Agitation
Abendvortrag: Antisemitismus – Formen des Judenhasses von der Antike bis zu Gegenwart
So Tagesseminar: Der Sechstagekrieg 1967 – Ursachen, Verlauf und Folgen bis heute
Mo Exkursion: Jüdisches Kassel

Organisatorisches
Wann: Anreise am Freitag, dem 2. Juni, bis 18.00 Uhr, inhaltlicher Programmbeginn um 19.30 Uhr; Programmende am Montag, dem 5. Juni, um 13.00 Uhr.
Wo: Der genaue Veranstaltungsort wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach der Anmeldung bekanntgegeben. Anreise über die Bahnhöfe Kassel-Wilhelmshöhe oder Kassel Hbf möglich.
Wer: Herzlich eingeladen sind alle Interessierten in der Altersgruppe 18-35.
Wie: Verbindliche Anmeldung bis zum 26. Mai an: jufo@digev.de
Kosten: Der Unkostenbeitrag für alle Teilnehmenden beträgt 30€, darin enthalten sind neben dem Programm Unterkunft und Verpflegung von Freitagabend bis Montagmittag. Mitglieder des Jungen Forums können eine Fahrtkostenerstattung bis zu 50€ erhalten.


Mehr Informationen als PDF Download: ISRAELPEDIA 2017, Kassel


 

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