In Nahost nichts Neues, aber in der DIG
Von Dr. h.c. Johannes Gerster
Es musste schon ein König sein, ein König aus dem Morgenland, der den Knoten auflösen sollte: Es war der saudische König Abdallah, der die feindlichen palästinensischen Parteien Hamas und Fatah in Mekka zu einer gemeinsamen Regierung trieb, versüßt durch Ölmillionen. Damit waren zwei Wünsche verbunden: Erstens Ende des Bürgerkrieges und zweitens Ende der Zerstörungsideologie der Hamas gegenüber Israel.
Punkt eins könnte gelingen, Punkt zwei steht in den Sternen, da Hamas auch über die Hintertür von Regierungsverhandlungen die Existenz von Israel (noch nicht) anerkennen will.
Auch Israel bietet alles andere als eine kraftvolle Regierung, die bereit und fähig wäre, zu neuen Ufern aufzubrechen. Mit wem sollte sie auch verhandeln?
Rechnet man dazu den auf der Endschleife eher getriebenen als treibenden US-Präsidenten Bush hinzu, bleibt nur die bittere Erkenntnis, im Nahen Osten und für den Frieden nichts Neues.
Europa und auch unsere Bundesregierung sind mehr denn je gefordert, das politische Vakuum auszufüllen, neue Impulse und Initiativen zu starten. Nahostverhandlungen unter der Beteiligung maßvoller arabischer Staaten sind das Gebot der Stunde: Für die Sicherheit Israels und für den Frieden in Nahost.
Neues und Erfreuliches gibt es aus der DIG zu vermelden: Vier neue Arbeitsgemeinschaften in Neubrandenburg, Cuxhaven, Schwerin und Nürnberg
sind auf dem Weg, weitere Neugründungen in der Planung. Ich darf allen, die sich auf dem mühsamen Weg von Neugründungen so wunderbar engagieren, herzlich danken und alle ebenso herzlich bitten: Machen Sie mit, im bald 60. Jahr des Bestehens des Staates Israel, neue Freunde in allen Teilen der Bevölkerung zu gewinnen!
Israel braucht eine starke DIG und unser Land mit immer frecheren Rechtsradikalen und Antisemiten braucht auch eine starke DIG.