Hoffnung auf ein Ende der Gewalt – mehr nicht!
von Dr. h.c. Johannes Gerster
Der 60. Geburtstag Israels wurde im zentralen Festakt in der Paulskirche in Frankfurt und in zahlreichen Veranstaltungen quer durch die gesamte Republik ausgiebig gefeiert. Bis zum Ende des Jahres werden unsere Arbeitsgemeinschaften auf etwa 500 Events kommen. Dabei sind Ideenreichtum, Vielseitigkeit und das breite, auch kulturelle Angebot höchst erfreulich. Herzlichen Dank allen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen!
Der Geburtstag fällt wieder einmal mit einer Regierungskrise in Israel zusammen. Alles deutet auf vorgezogene Neuwahlen hin.
Aber auch Licht am Ende des Tunnels lässt uns wieder einmal auf ein Ende der Gewalt hoffen. Wer in dem gerade vereinbarten Waffenstillstand, in Annäherungsversuchen zwischen Israel und Syrien und in den Gerüchten über einen Friedensvertrag zwischen Israel und dem Libanon sichere Vorboten des Friedens erkennt, sei vorgewarnt.
Auch im Jahre 2000 hofften wir auf einen Durchbruch auf dem steinigen Weg zum Frieden in Nahost. Damals zog sich Israel aus dem Libanon zurück, träumten viele von Friedensverhandlungen mit Syrien und versuchte sich US-Präsident Clinton in Camp David II an einem historischen Kompromiss zwischen Israelis und Palästinensern. Am Ende waren die Enttäuschungen größer als die vorherigen Hoffnungen und es folgten mit der 2. Intifada nur Not und Elend.
Hoffen wir dieses Mal auf bessere und tragfähigere Lösungsansätze und auf ein dauerhaftes Ende der Gewalt ohne Enttäuschungen.
Das wäre das beste Geburtstagsgeschenk, das wir Israel wünschen können.
Mit der DIG-AG Osnabrück freuen wir uns über die 6. Neugründung einer Arbeitsgemeinschaft in einem Jahr.