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DIG und IDG wollen Zusammenarbeit verstärken

Johannes Gerster

Im Rahmen der 60-Jahrfeiern in Israel luden die Israelisch-Deutsche Gesellschaft (IDG), Centra, die Vereinigung der Deutschen Landsmannschaften in Israel, und die Konrad Adenauer Stiftung in Israel ins Dan Hotel in Israel ein und über 150 Teilnehmer folgten dieser Einladung.

Nach der Begrüßung durch Hilde Hofmann von der Centra und Herrn Behrens von der Konrad Adenauer Stiftung sprachen der Präsident der IDG, Avi Primor, und der Präsident der DIG, Dr. Johannes Gerster, über Stand und Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen aus israelischer und deutscher Sicht. Dass nach dem Besuch des halben Bundeskabinetts mit Bundeskanzlerin Merkel in Israel die Bilanz insgesamt positiv ausfiel, überraschte weniger. Avi Primor gab einen kritischen Überblick über die innerisraelischen Probleme. Besonderen Schwerpunkt legte er auf die Notwendigkeit, die IDG, die in die Jahre gekommen sei, ebenso zu reaktivieren wie die über 100 kommunalen Partnerschaften. Eine neue Generation müsse für Deutschland interessiert und gewonnen werden.

Johannes Gerster sprach über die Sorgen der Israelfreunde in Deutschland. Israel werde allzu oft einseitig und ungerecht für den Nahostkonflikt verantwortlich gemacht. Auch müsse entschlossener gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus in Deutschland vorgegangen werden. Entgegen herkömmlicher Meinung sei das nicht nur ein Problem in den neuen Bundesländern.

Der deutsche Botschafter Dr. Harald Kindermann, der stellvertretende Generaldirektor des israelischen Außenministeriums Aviv Shir-On nahmen ebenso an der folgenden Diskussion teil wie Botschafter a.D. Yissakhar Ben-Yaakov, Yohanan Bein, ehemaliger Direktor von Yad Vashem, und Gabriel Bach, ehemaliger höchster Richter des Landes. Gegenüber früheren IDG-Veranstaltungen waren auch Jugendliche zu dieser Veranstaltung gekommen. Einzelne bekundeten ihr Interesse, aktiv in der IDG mitzuarbeiten.

In einer Vorstandssitzung der IDG, an der Johannes Gerster teilnahm, wurde über den Ablauf der DIG-Präsidiumsreise im November und über einen Gegenbesuch der IDG in 2009 gesprochen. Man war sich einig, dass IDG und DIG mindestens einmal im Jahr gemeinsam tagen müssten.

 

 

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