Deutsch-israelische Zusammenarbeit auf militärischem Sektor
Die deutsch-israelische Zusammenarbeit auf militärischer Basis hat eine lange Tradition: eine inoffizielle, die schon in den 50er Jahren unter den Regierungschefs Konrad Adenauer und Ben Gurion begann. Der heutige israelische Staatspräsident Schimon Peres, einst einer aus der Garde von „Gurions fixen Jungs“, sowie der damalige Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Strauss arbeiten in den für Israel unruhigen 60er Jahren eng zusammen.
Heute ist die Zusammenarbeit längst offiziell sanktioniert. Die Bundesregierung, die sich dem Schutz Israels verpflichtet fühlt, handelt, was die militärische wie militärpolitische Kooperation betrifft, in diesem außenpolitischen Kontext.
So gibt es die Zusammenarbeit wie den gedanklicher Austausch auf allen Ebenen:
- Regelmäßige Gespräche der politischen Leitung und militärischen Führung mit entsprechenden Partnern auf israelischer Seite.
- Dazu gehören auch Seminare und Strategieübungen bei der Führungsakademie in Hamburg-Blankenese.
- Dazu gehört ein regelmäßiger Dialog der militärpolitischen Abteilungen auf ministerieller Ebene.
- Darunter fällt die Zusammenarbeit der Teilstreitkräfte, wie beispielsweise
- Informations- und Erfahrungsaustausch im Rahmen von Stabsgesprächen,
- gemeinsame Seminare des Heeres,
- gemeinsame Übungen der Luftwaffe,
- Hafenbesuche und gemeinsame Übungen der Marine.
- Im Bereich der Ausbildung besteht eine Zusammenarbeit beim Austausch von Offiziersanwärtern des Heeres und der Luftwaffe sowie der Teilnahme deutscher Sanitätsoffiziere an Lehrgängen in Israel und umgekehrt die Ausbildung israelischer Lehrgangsteilnehmer am Ausbildungszentrum U-Boote der Marine.
Ein anderes Thema, das freilich strengster Geheimhaltung unterliegt, ist die einerseits ständig kritisierte deutsch-israelische Rüstungskooperation, die sich aber andererseits aus der Logik der deutschen Politik gegenüber der besonderen Lage Israels ergibt. Ein Verhalten der Loyalität.
K.T.