In diesem Jahr jähren sich nicht nur 40 Jahre deutsch-israelische diplomatische Beziehungen.
Das Jahr 2005 steht auch im Gedenken an den bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts, Albert Einstein.
Einstein revolutionierte das physikalische Weltbild mit der Relativitätstheorie, die aussagt, dass Raum und Zeit
keine objektiven, unabhängigen Größen sind, sondern von der Masse der Materie und ihrer Beschleunigung abhängig sind.
Die erste Arbeit zu diesem Thema, Zur Elektrodynamik bewegter Körper, veröffentliche Einstein vor 100 Jahren 1905 in
den Annalen der Physik, Band XVII, S. 891 - 921. Einstein begründete darin die Spezielle Relativitätstheorie, der im
zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Allgemeine Relativitätstheorie folgen sollte.
In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg war Einstein Opfer antijüdischer Angriffe und begann, obwohl eher antinationalistisch
eingestellt, sich schnell mit dem aufblühenden Zionismus zu solidarisieren. So sammelte er unter anderem gemeinsam mit
Chaim Weizmann bei einem Amerika-Besuch im Jahr 1921 Geld für den Jüdischen Nationalfonds.
1952 wurde Einstein durch den damaligen israelischen Botschafter in den USA, Abba Eban, das Amt des israelischen
Staatspräsidenten angetragen. Einstein, der "die Beziehung zum jüdischen Volk meine stärkste menschliche Bindung"
nannte, lehnte dieses Angebot nicht nur aus gesundheitlichen Gründen ab, sondern auch, da er sich sein
"Leben lang mit objektiven Dingen beschäftigt (...) weder die natürliche Fähigkeit noch die Erfahrung
im richtigen Verhalten zu Menschen und in der Ausübung offizieller Funktionen" habe. Diese Bescheidenheit
war Einstein zeit seines Lebens eigen.
Albert Einstein starb vor 50 Jahren am 18. April 1955 im Exil in Princeton, New Yersey, USA.
(Daten und Zitate aus Johannes Wickert, Einstein in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek (35. - 41. Tausend) 1978.)
Heinz Peter Lemm
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