MITGLIEDERENTWICKLUNG
Die Mitgliederentwicklung war auch in diesem Berichtszeitraum leicht rückläufig. Wir konnten im Oktober 2002 4.862 Mitgliedschaften registrieren. Zwischen Oktober 2002 und Anfang November 2004 konnten wir 561 neue Mitglieder begrüßen. Durch Austritt, Kündigung, Tod und Streichung wurden 820 Mitgliedschaften beendet. Allein im Jahr 2003 kündigten 168 Mitglieder; zum Jahresende 2004 liegen uns bislang 137 Kündigungen vor. Die Tendenz des leichten Rückgangs der Mitgliederzahl dürfte in der nach wie vor schwierigen Situation im Nahen Osten seit Ausbruch der zweiten Intifada und der nicht immer von allen Mitgliedern begrüßten offiziellen israelischen Regierungspolitik begründet sein. Der immer noch stagnierende Tourismus vermindert den Zugang zu neuen Zielgruppen, bei denen ein nachhaltiges Interesse durch das persönliche Israelerlebnis geweckt werden könnte. In den letzten Monaten begründeten einige Mitglieder die Aufkündigung der Mitgliedschaft mit zunehmenden finanziellen Engpässen beziehungsweise der Befürchtung, zukünftig keine Beiträge mehr leisten zu können.
Der Rückgang der Mitgliederzahlen gilt auch für das Jugendforum. Zur Zeit bestehen 300 Mitgliedschaften, davon gehören 15 Mitglieder ausschließlich dem Jugendforum an.
Wie in den vergangenen Berichtszeiträumen haben wir die Mitgliederstruktur soweit möglich untersucht. Der seit längerem anhaltende Trend eines Übergewichts älterer Mitglieder setzte sich unvermindert fort. Der Anteil der Mitglieder bis 30 Jahre sank. Obgleich schon im letzten Berichtszeitraum nur sieben Prozent ausgewiesen wurden, verringerte sich der Anteil nun auf nur sechs Prozent der Mitglieder. Damit halbierte sich der Anteil junger Mitglieder seit 1996.
Im Einzelnen sieht die Zusammensetzung so aus:
| | Okt. 1996 | Okt. 1998 | Okt. 2000 | Okt. 2002 | Nov. 2004 |
| |
| Über 60 Jahre | 28 % | 37 % | 36,5 % | 42 % | 46 % |
| 50 - 60 Jahre | 28 % | 27 % | 26 % | 24 % | 22 % |
| 40 - 50 Jahre | 19 % | 14 % | 15,5 % | 16 % | 15 % |
| 30 - 40 Jahre | 13 % | 13 % | 13 % | 11 % | 11 % |
| 20 - 30 Jahre | 10 % | 7 % | 7,5 % | 6 % | 5 % |
| bis 20 Jahre | 2 % | 2 % | 1,5 % | 1 % | 1 % |
Viele Arbeitsgemeinschaften konnten ihren Mitgliederbestand nur mühsam halten, indem neue Mitglieder gewonnen wurden, die die Abgänge ausglichen. Großen Arbeitsgemeinschaften gelang die Werbung neuer Mitglieder eher, so dass es zu realen Steigerungen von Mitgliederzahlen kam.
ARBEITSGEMEINSCHAFTEN
Zu Anfang des Berichtszeitraums wurde im Februar 2003 die Arbeitsgemeinschaft Trier gegründet. Der Gründung waren langjährige Bemühungen einiger aktiver Mitglieder vorausgegangen. Immerhin ist dies seit 1998 wieder eine Gründung in einem westlichen Bundesland.
Eine seit langem schwierige Situation der Arbeitsgemeinschaft Rostock fand ihren vorläufigen Schlusspunkt im Frühjahr 2003, in dem die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft ihre Auflösung beschlossen hatte. Sinkende Mitgliederzahlen und wenig aktive Teilnehmer, im Zusammenspiel mit einer anderen Institution, die sich ähnlichen Themen widmet, führten zu der Entscheidung, die Arbeit nicht in dieser Form fortzusetzen.
Seit Herbst 2003 gibt es Bemühungen, eine Neugründung einer Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Schwerin zu initiieren. Leider müssen wir feststellen, dass die Anziehungskraft des Landes Israel und die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel häufig anderen Interessen untergeordnet werden. Es ist schwierig Persönlichkeiten zu finden, die bereit sind, ein Ehrenamt zu übernehmen und Zeit und Kraft zu investieren.
PRÄSIDIUM
Das Geschäftsführende Präsidium tagte im Berichtszeitraum sechsmal. Das Präsidium kam zu zwei Sitzungen zusammen. Außerdem fand eine Präsidiumssitzung mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaften statt.
Das Geschäftsführende Präsidium setzte sich aus unterschiedlichen aktuellen Anlässen mit dem Thema Antisemitismus, insbesondere in Form von Antizionismus, auseinander. Wiederholt wurde über Abwehr von unverhältnismäßiger und unsachlicher Kritik an Israel beraten.
Die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit war ein anderer Schwerpunkt. In diesem Zusammenhang wurden die Empfehlungen der Kommission Öffentlichkeitsarbeit zum Relaunch des DIGmagazins und zur Einrichtung der Website der DIG erörtert.
Das Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 2005 war Anlass zu beraten, wie die DIG sich mit einer eigenen Veranstaltung beteiligen kann und wie auch auf örtlicher und regionaler Ebene auf das historische Datum aufmerksam gemacht werden kann.
In einer Sitzung fand ein konstruktiver Gedankenaustausch mit dem Geschäftsführer der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung, Grischa Alroi-Arloser, statt. Es wurde verabredet, wo immer es möglich und sinnvoll ist, eng zusammenzuarbeiten. Zur Neugründung von Niederlassungen der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin waren Vertreter der DIG eingeladen.
In der Präsidiumssitzung mit den Vertretern der Arbeitsgemeinschaften stand die deutsche Nahostpolitik im Mittelpunkt der Beratungen. Außerdem fand ein Gedankenaustausch zu Optionen der Zusammenarbeit mit Einzelpersonen, Organisationen und Gruppen, bei denen zumindest in wichtigen Einzelaspekten eine Interessensübereinstimmung hinsichtlich der Freundschaft mit Israel besteht, statt.
Leider kam es - trotz wiederholter Versuche - noch zu keinem gemeinsamen Sitzungstermin mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Dies ist jetzt für 2005 in Aussicht genommen.
An dieser Stelle muss dem Präsidenten, Prof. Manfred Lahnstein, sehr herzlich für die konstruktive Unterstützung der Geschäftsstelle und seinen großen Einsatz - auch für die Arbeitsgemeinschaften - gedankt werden. Dank gilt auch dem Schatzmeister sowie den Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten, die die Geschäftsstelle in vielfältiger Weise unterstützt haben und mit denen die Zusammenarbeit für die gemeinsame Zielsetzung Freude gemacht hat.
PREIS DER DEUTSCH-ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT
Die zweite Verleihung des Friedenspreises der Deutsch-Israelischen Gesellschaft an Neve Shalom/Wahat al Salam fand im April 2003 im Reichstagsgebäude des Deutschen Bundestages statt. An der Feierstunde nahmen mehr als 500 Personen teil. Der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse, hielt eine Laudatio auf die Preisträger.
Die nächste Preisverleihung, die im Mai 2005 stattfinden soll und damit im Kontext zum Jubiläum der diplomatischen bilateralen Beziehungen steht, wurde inzwischen von der Findungskommission beraten. Insgesamt lagen der Kommission 12 Vorschläge vor. Aus einer Reihe sehr beeindruckender Projekte wurden mehrere Projekte als geeignet eingeschätzt. Die Findungskommission schlägt für den Friedenspreis der Deutsch-Israelischen Gesellschaft 2005 die Initiative der Hand-in-Hand-Schule des Zentrums für jüdisch-arabische Erziehung vor. Das Zentrum für jüdisch-arabische Erziehung ist ein Projekt der Jerusalem Foundation, die sich zur Zeit darum bemüht, einen Neubau einer jüdisch-arabischen Schule finanziell abzusichern.
GESCHÄFTSSTELLE
* MITGLIEDERBETREUUNG
Die Mitgliederdaten wurden im Berichtszeitraum sorgfältig gepflegt. Für die Arbeitsgemeinschaften wurde die Beitragsverwaltung geleistet und wurden bei Bedarf Ausdrucke von Etiketten und Mitgliederlisten erstellt.
Mit der Mahnaktion des Jahres 2003 wurden 93.343 € angefordert von denen 63.893 € gezahlt wurden. Im Haushaltsjahr 2004 betrugen die säumigen Beiträge 84.350 € von denen bislang 52.119 € eingegangen sind. Es ergeben sich 2004 Beitragsrückstände in Höhe von 32.231 €.
Aufgrund der relativ hohen Außenstände ergibt sich für das Jahr 2003 ein Durchschnittsbeitrag von 56,02 und für das Jahr 2004 ein durchschnittlicher Beitrag von 52,33 €.
Die Beitragsanteile wurden in regelmäßigen Abständen mit den Arbeitsgemeinschaf-ten abgerechnet.
Seit Oktober 2003 hat Frau Haller, die seit vielen Jahren die Verwaltung der Mitgliederdatei in hervorragender Weise geleistet hat, diesen Bereich ihrer bisherigen Arbeit schrittweise an Frau Gürtler abgegeben, die das Team nun hauptamtlich verstärkt.
* LASTSCHRIFTEINZUG
Der Lastschrifteinzug erfordert ein hohes Arbeitspensum und ist zum Teil sehr kostenintensiv. Die sich ändernden Anforderungen der Banken verursachten Kosten für Nacharbeiten bei der Programmierung unserer Mitgliederdatei. Die Nacharbeiten nicht eingelöster Einzugsermächtigungen sind zeitintensiv und je nach Bankinstitut sehr teuer. Der Versuch, die entstandenen Kosten gegenüber den Mitgliedern geltend zu machen, war nur mäßig erfolgreich.
* RUNDSCHREIBEN
Die Arbeitsgemeinschaften erhielten zwischen Oktober 2002 und November 2004 55 Rundschreiben mit
- Presseerklärungen und Mitteilungen des Präsidenten
- Hinweisen auf Referenten, Autoren, Ausstellungen und Seminare anderer Veranstalter
- Erläuterungen zur Mitgliederverwaltung, zu Beitragszahlungen, Finanzen und Künstlersozialversicherung.
Trotz Bemühens gelang es in den Jahren 2003 und 2004 nur insgesamt acht Referenten aus Israel für Veranstaltungen in Deutschland anzubieten. Hinzu kamen einige israelische Referenten, die nur regional tätig werden konnten und um deren entsprechende Vermittlung wir uns gekümmert haben.
* PRÄSENZ IM INTERNET
Seit Anfang 2004 ist die DIG mit einer Website im Internet präsent. Im Vorfeld waren umfangreiche Arbeiten erforderlich, sowohl hinsichtlich inhaltlicher wie technischer Gestaltung. An dieser Stelle muss der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Bodensee-Region, Ruth Frenk, herzlich gedankt werden, die den Kontakt zu Jörn Bach herstellte, der das Layout der Seite erstellte und der uns aufgrund seiner Professionalität wichtige Hinweise gegeben hat.
Mit der Internetseite ist ein Anfang gemacht und jeder kann erkennen, dass die Pflege notwendig ist und eine inhaltliche Weiterentwicklung der Seite angestrebt ist. Aufgrund der personellen Kapazitäten ist dies eine Aufgabe, an der sporadisch gearbeitet wird. Die technische Pflege leistet ein Student auf Honorarbasis.
* SPENDENAKTIONEN
Im Berichtszeitraum wurden im Sommer 2003 und im Spätsommer 2004 vom Präsidenten gezielte Mitteleinwerbungen vorgenommen. Mit der Spendenaktion 2003 konnte ein Ergebnis von 5.500 € erzielt werden. Zusätzlich wurden zweckbezogene Zuwendungen in Höhe von 9.500 € für den Friedenspreis der Deutsch-israelischen Gesellschaft (Commerzbankstiftung) und eine Tagung der deutschsprachigen Freundschaftsgesellschaften mit Israel (ZEIT-Stiftung) eingeworben.
Bei der jetzt noch nicht abgeschlossenen Spendenaktion 2004/2005 gibt es bislang Zusagen über 18.000 €.
* BEANTRAGUNG UND ABRECHNUNG ÖFFENTLICHER MITTEL
Es wurden im Berichtszeitraum alle Anträge und Abrechnungen für die Bewilligung öffentlicher Mittel aus den Haushalten der Bundeszentrale für politische Bildung, des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgenommen. Die Mittel wurden für die Seminare und Begegnungen des Jugendforums, die Herausgabe des DIGmagazins, Maßnahmen der Arbeitsgemeinschaft Bonn und Personalkosten eingesetzt.
Bei der Maßnahme der Arbeitsgemeinschaft Bonn wurden neben den Mitteln aus dem Bundesjugendplan auch Mittel der Bosch-Stiftung eingesetzt und gesondert abgerechnet.
Es zeichnete sich ab, dass die Zuwendungen für Personalkosten durch veränderte Strukturen auf Bundesebene zeitweise stark gefährdet waren. Für 2003 konnte dank der Unterstützung durch die Vizepräsidentin und Parlamentarische Staatssekretärin Marieluise Beck MdB und der Vizepräsidenten, die dem Bundestag angehören, die Mittelzuwendung erhalten werden. Für 2004 stehen noch Gespräche mit dem Bundesministerium aus, die über die weitere Praxis entscheiden werden.
* KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNG UND STEUERLICHE VORSCHRIFTEN
Die Meldungen für die Künstlersozialversicherung der Jahre 2001 und 2002 konnten mit Beträgen von 1.852 € bzw. 1.242 € vorgenommen werden. Für 2003 stehen die Meldungen von 22 Arbeitsgemeinschaften aus, sodass dieses Jahr noch nicht abschließend nachgewiesen werden konnte. Der Arbeitsaufwand für relativ geringe Summen ist unverhältnismäßig hoch und wir appellieren weiterhin an die Ehrenamtlichen in den Arbeitsgemeinschaften, auch in diesem Bereich gut mit uns zu kooperieren.
Mit den Rechnungsprüfern wurden alle anstehenden Fragen zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen geklärt. Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Rechnungsprüfern, die uns unterstützten und jederzeit zur Klärung von einzelnen Sachverhalten zur Verfügung standen.
SERVICE DER DIG
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ist nach wie vor eine wichtige Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Fragen der bilateralen Beziehungen. Die an uns gerichteten Anfragen resultieren teilweise aus früheren Besuchen in Israel oder der Absicht, Israel in nächster Zeit kennen lernen zu wollen. In Zeiten der Intifada wurden häufig Fragen zur Sicherheitslage gestellt. Erfreulich ist es, dass sich immer wieder junge Menschen für ein Studium, eine Ausbildung oder Praktika in Israel interessieren. In diesem Zusammenhang dominieren Fragen der Finanzierbarkeit. Wir versuchen individuell Hinweise und Empfehlungen zu geben.
Schüler und Studenten wenden sich mit schulischen oder universitären Themen an uns und wir helfen Ihnen mit Informationen, Adressen und Erläuterungen zu einzelnen Problemkreisen. Aus dem Kreis der jüngeren Menschen dürften sich viele auch über unsere Internetseite sachkundig machen.
Wir konnten auch vielen Menschen helfen, spezifische Kontakte herzustellen oder weiterführende Informationen geben. Zu Einzelfragen gab es eine Reihe von Anfragen von deutschen Journalisten. In einigen Fällen konnten geeignete Kontaktpartner für Gespräche und Interviews empfohlen werden.
JERUSALEM FOUNDATION DEUTSCHLAND
Die Zusammenarbeit mit der Jerusalem Foundation Deutschland wurde im Berichtszeitraum in der erprobten Weise fortgesetzt. Hoher Einsatz war zeitweise für die Abwicklung eines Nachlasses erforderlich. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft wird gemäß einer Vereinbarung auf Initiative der Vizepräsidentin Anke Eymer MdB, die zugleich Schatzmeisterin der Jerusalem Foundation ist, eine Sondervergütung für den erhöhten Aufwand erhalten.
Die Beantragung und Abrechnung von Mitteln öffentlicher und privater Institutionen war ein Schwerpunkt der laufenden Arbeiten. Die meisten Veranstaltungen, die mit deutscher Hilfe realisiert werden konnten, fanden im Konrad Adenauer Konferenzzentrum in Jerusalem statt. Im Jahr 2004 wurde die Finanzsituation des Konrad Adenauer Konferenzzentrums durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft analysiert. Dabei steht die Defizitvermeidung dieser wichtigen Kommunikationsstätte in Jerusalem im Mittelpunkt.
Als Zukunftsaufgabe zeichnet sich die Förderung des Jüdisch-Arabischen Erziehungszentrums in Jerusalem ab. Es ist geplant, ein eigenes Zentrum für die bilinguale Erziehung in Jerusalem zu bauen. Die Bundesregierung der Schweiz hat sich finanziell engagiert und namhafte Spenden werden auch aus Deutschland erwartet.
UNIVERSITÄT HAIFA
Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fördererkreis der Universität Haifa hat sich inzwischen eingespielt. Im Berichtszeitraum fanden zwei Mitgliederversammlungen statt. Die Abrechnungsabwicklung und alle Arbeiten zur Sicherstellung der Gemeinnützigkeit wurden übernommen. Mit dem Ausbau der Adressdatei wird nun ein größerer Kreis von Multiplikatoren erreicht. Die Pflege der Datenbank sowie Öffentlichkeitsarbeit sind regelmäßig anfallende Arbeiten in der Geschäftsstelle.
Die Vergütung der Verwaltungsleistungen für die Jerusalem Foundation Deutschland und den Fördererkreis der Universität Haifa entlasten den Haushalt der Deutsch-Israelischen Gesellschaft nicht unwesentlich.
DIGmagazin
Ausgehend vom Antrag der letzten Hauptversammlung in Kassel wurde eine Überarbeitung des DIGmagazins geleistet, die sich einerseits an den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln und andererseits praktischen Möglichkeiten orientiert. Das Geschäftsführende Präsidium beriet, zusammen mit Meggie Jahn als Sprecherin der Kommission für Öffentlichkeitsarbeit, die verschiedenen Optionen.
Es bestand Konsens, dass das DIGmagazin bei seiner vierteljährlichen Erscheinensweise bleiben soll und dass ein moderneres Layout angewandt werden soll. Seit der Ausgabe 3/2003 wird nach einem neuen Konzept gearbeitet. Die Publikation erscheint nun immer in blau-weiß und die Gestaltung der Seiten ist großzügiger geworden. Die Kosten haben sich vertretbar erhöht.
Bei der inhaltlichen Konzeption haben wir uns auf einige Schwerpunkte konzentriert, die in der Tagespresse nicht die gewünschte Wahrnehmung finden. So haben wir uns u.a. mit folgenden israelischen Themen befasst:
* Umweltbewusstsein und die Ökologie in Israel (4/2003)
* Israelisch-palästinensische Expedition in die Antarktis ergänzt durch eine israelisch-arabische Hotline,
die die Verständigung und Toleranz fördern (1/2004)
* Bauhaus-Kultur in Tel Aviv (2/2004)
* Hadassah: das größte und angesehenste Krankenhaus im Nahen Osten (3/2003)
* Sport in Israel (3/2004)
* Innenpolitische Themen: Wahlergebnis der letzten Parlamentswahlen (1/2003)
* Niedergang der Arbeitspartei und der wirtschaftlichen Situation (2/2003)
* Ilan Ramon - Ein jüdischer Held im Weltraum (2/2003)
Die bilateralen, aber auch die europäischen Aspekte der Beziehungen wurden unter den Titeln:
* Eine Bestandsaufnahme einer Entfremdung (2/2004)
* Begegnung in Krisenzeiten - die Arbeit von ConAct (1/2003)
* 40 Jahre Studienreisen nach Israel (4/2003)
* Jüdisches Leben in NRW: Mehr Wissen voneinander schafft mehr Vertrauen (3/2003)
* Gemeinsame Entwicklungen in der Berufsbildung (4/2003)
* Deutschland und Israel: Bilanz und Ausblick (2/2003)
* Herzliches Willkommen für eine junge israelische Ärztin (1/2004)
* Europas Juden im Mittelalter (4/2002)
aufgegriffen.
Die Zeitschrift hat nicht zuletzt ein Gesicht durch die Editorials des DIG Präsidenten Prof. Manfred Lahnstein. Sie geben Anlass zum Nachdenken, zu Diskussionen und wenn es sein muss, auch zur Kontroverse über die eine oder andere Meinung.
Nach wie vor nehmen die Berichte der Arbeitsgemeinschaften breiten Raum ein, und es ist zu überlegen, ob der eine oder andere Beitrag nicht in strafferer Form wirkungsvoller wäre. Das Jugendforum ist in einigen Ausgaben gut vertreten. Die weiteren Rubriken - Termine und Rezensionen sowie Berichterstattungen über die Hauptversammlung und die Friedenspreisverleihung - runden das Bild ab.
Die Einwerbung von Anzeigen gestaltet sich aufgrund der Zurückhaltung vieler Unternehmen, insbesondere Verlage, sehr schwierig. Kalkulierbar sind die Einnahmen für die Seiten der Jerusalem Foundation, zugleich bieten diese Seiten interessante Informationen für unsere Leser. Die Förderung durch das Auswärtige Amt ist stabil geblieben und wir hoffen auf eine Sonderförderung aus Anlass des Jubiläums der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen im Jahr 2005.
Die Zusammenarbeit mit Dieter Ernst, der für Layout, Gestaltung, Koordinierung von Druck und Versand verantwortlich ist, hat sich auch im Berichtszeitraum bewährt.
11. November 2004
Hildegard Radhauer