Zum Tode Philipp Mißfelders - „Ein Hoffnungsträger und Freund Israels“

Berlin. Als „unbeschreiblich großen Verlust für die deutsche Politik“ würdigte der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, den heute verstorbenen Außenpolitiker Philipp Mißfelder.

Zuallererst sei man in seinen Gedanken und Gebeten bei der Ehefrau, den beiden kleinen Töchtern und der Familie von Philipp Mißfelder, betonte der DIG-Präsident. Robbe wörtlich: „Das ganze Land ist erschüttert über diesen plötzlichen Tod, der eine große Lücke in unserem Land hinterlassen wird“.

Der Deutsche Bundestag verliere einen ihrer besten und talentiertesten Hoffnungsträger. Der Außenpolitiker Mißfelder habe sich weit über die Fraktionsgrenzen hinweg im In- und Ausland Anerkennung und Respekt erworben. Seine fachliche Kompetenz in der Außen- und Sicherheitspolitik, seine Eloquenz und seine klugen Beiträge machten ihn zu einem gefragten und beliebten Gesprächspartner. Mit seiner Weitsicht und seiner Auslegung von politischer Verantwortung  habe er sich nicht immer nur Freunde innerhalb und außerhalb der eigenen Reihen gemacht. Problemen sei er nicht ausgewichen und aus Fehlern habe er Konsequenzen gezogen; nüchtern und ohne Pathos. Wegen seiner menschlich verbindlichen, zuverlässigen und fröhlichen Art zähle Philipp Mißfelder  zu jenen deutschen Politikern, die bereits mit jungen Jahren beliebt und respektiert gewesen seien.

Robbe hob in diesem Zusammenhang ganz besonders Mißfelders beachtliche Verdienste um die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel hervor. Schon als Vorsitzender der Jungen Union habe er, so DIG-Präsident Robbe weiter, klarer und eindeutiger als viele andere für die Menschen in Israel klar Position bezogen. Die einzigartigen deutsch-israelischen Beziehungen seien für Mißfelder keine leere Worthülse gewesen. Deutlich und unmissverständlich sei  der Unionspolitiker allen entgegengetreten, die leichtfertig oder auch wohlüberlegt einen „Schlussstrich“ unter die deutsche geschichtliche Verantwortung ziehen wollten.  Die größte Tugend von Philipp Mißfelder sei seine Verlässlichkeit gewesen.  Und zwar auch dann, „wenn der Wind ihm von vorn ins Gesicht blies“, unterstrich Robbe in seinem Nachruf auf den CDU-Abgeordneten.

Man könne sich gar nicht vorstellen, ohne das „überschwängliche und ehrliche Lachen von Philipp“ jetzt auskommen zu müssen. Viele Menschen würden Philipp Mißfelder vermissen; ganz besonders diejenigen, die einen guten Freund verloren hätten.


Berlin, den 13. Juli 2015




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