Woche 19.11. bis 25.11.2012

Zur aktuellen Situation in Israel
Die Philosophie der Zwischenzeilen ist es, nicht auf den Nahost-Konflikt zu fokussieren, sondern
über die Aspekte Israels zu berichten, die nichts mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt zu
tun haben. In diesem Sinne erörtern wir auch keine militärpolitischen Fragen. Dieser Tage ist es so
schwierig wie selten, an der Philosophie festzuhalten. Doch die Zwischenzeilen wollen weiterhin
über das „andere“ Israel informieren, das in der internationalen Nahost-Berichterstattung oft
genug zu kurz kommt. Nichtsdestotrotz sind wir in Gedanken bei allen Opfern der aktuellen
Auseinandersetzungen und hoffen, dass bald ein zufriedenstellender Waffenstillstand erwirkt
werden kann.


Israelische Studie: Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörung im Schlaf

Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) können dann auftreten, wenn Menschen mit
außergewöhnlichen Bedrohungssituationen konfrontiert werden. Dazu gehören unter anderem
Terroranschläge und Kriegssituationen. Israel ist aufgrund seiner besonderen Situation besonders
erfahren und weltweit anerkannt bei der Behandlung von PTBS. Nun haben israelische
Wissenschaftler der Technion Universität in Haifa gemeinsam mit Forschern der Stanford
Universität herausgefunden, dass angsterfüllte Erinnerungen im Schlaf reaktiviert und abgemildert
werden können. Anhand dieser Funde, die bei Experimenten mit Mäusen festgestellt werden
konnten, ist es möglich, bessere Behandlungsmethoden für Posttraumatische PTBS zu entwickeln.
Die Experimente zeigen, dass wenn negative Erinnerungen mit einem Geruch als Reiz bzw.
Auslöser verbunden werden eben genau dieser Geruchsreiz benutzt werden kann, um die
Erinnerungen im Schlaf zu reaktivieren. Dies könne geschehen, ohne den Schlaf zu unterbrechen.
„Hierin liegt das Potential der Behandlung von Traumata: Wenn wir schlafen, funktioniert unser
Gehirn anders als sonst. So sind manche unserer Schutzsysteme nicht aktiviert, das macht es
möglich, auf Assoziationsverbindungen zuzugreifen die sonst während der Behandlung nicht
verfügbar wären.“, erklärt Dr. Asya Rolls von der Rappaport Medizinfakultät des Technion-Israel
Instituts in Haifa.
Da es im Schlaf nicht möglich ist, den Auslöser der traumatischen Erinnerung zu einer spezifischen
Umgebung zuzuordnen, könnte so die Angstreaktion sukzessive verringert werden. Die
Angstreaktion würde nicht mehr einer bestimmten Umgebung zugeordnet werden. Darüber hinaus
ist es einfacher eine PTBS im Schlaf zu behandeln, weil die Menschen im Schlaf besser mit den
Erinnerungen umgehen können. Die Experimente seien bisher aber nur eine Vorstufe, um
schlussendlich wirklich Menschen mit PTBS besser behandeln zu können.

--> Die gesamte Ausgabe der Zwischenzeilen als PDF herunterladen. <--

 

 

 



Zwischenzeilen

Pharmazie-Gigant Teva muss tausende Mitarbeiter entlassen weiter

Pressemitteilungen

Israelfreunde verlangen √úberarbeitung des Passus zum Nahen Osten weiter