Woche 04.11. bis 10.11.13

Gesetzesentwurf für Zivilehe auf den Weg gebracht


Es ist ein Thema, das den Jüdischen Staat schon lange beschäftigt: die Zivilehe. Bisher kann man
in Israel nur religiös, sprich jüdisch, muslimisch oder christlich heiraten. Somit müssen die meisten
interreligiösen sowie gleichgeschlechtlichen Paare oft außerhalb ihrer Heimat den Bund der Ehe
eingehen. Gerade für viele Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion, die zwar jüdische
Vorfahren haben, aber von den Rabbinern des Landes nicht als Juden anerkannt werden, stellt sich
die Durchführung der Hochzeit im Land kompliziert dar.
Mit dem Entwurf für das „Tzohar“-Gesetz hat die Regierungspartei „Yesh Atid“ jetzt eine radikale
Änderung in der bisherigen Praxis auf den Weg gebracht. „Unser Ziel ist, jedem israelischen
Bürger, jüdisch oder nicht, homosexuell oder hetero, die Möglichkeit zu geben, dass der Staat ihre
Liebe anerkennt.“, erklärte Parteivorsitzender Yair Lapid zu dem Entwurf. An der Möglichkeit,
traditionell religiös zu heiraten, soll das Gesetz nichts ändern.
Neben dem „Tzohar“-Gesetz wurden in den letzten Wochen einige liberale Gesetze vorgeschlagen,
von denen manche bereits bestätigt wurden. Unter anderem soll das heiratsfähige Alter von 17 auf
18 Jahre angehoben werden. Außerdem soll die Gleichheit bei Gehältern von Männern und Frauen
gesetzlich geregelt und mit ultraorthodoxen Schulen verbindliche Kernstundenpläne vereinbart
werden. Besonders in den Bereichen Staat und Religion, Wahlgesetz und persönlicher Status hat
sich die aktuelle Regierung als eine der liberalsten und reformfreudigsten in der Geschichte des
Landes herausgestellt.

 

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