Nr. 45/2014 – Woche 03.11. bis 09.11.14

High Tech Initiative in Nazareth


Nazareth ist bislang primär für Tourismus und die umliegende Natur bekannt - mit
High Tech wird die 90 000 Einwohner Stadt im Norden Israels allerdings immer noch
wenig in Verbindung gebracht. Dies soll sich spätestens jetzt ändern, wenn es nach
der Non Governmental Organisation Tsofen, dem High Tech Nazareth Park und dem
Nazareth Business Incubator Center geht. Vor allem gut ausgebildete arabische
Israelis werden hiervon profitieren, denn bislang ist rund 96% der High Tech
Industrie in Israel jüdisch. Auch wenn es offiziell kaum jemand zugeben möchte,
haben es arabische Israelis trotz ihrer IT-Abschlüsse vom Technion, der Tel Aviv
University oder im Ausland schwer, in den High Tech Unternehmen in Tel Aviv,
Ra'ananna oder Haifa Fuß zu fassen.
Es tut sich etwas im Norden: Im Jahr 2008 gab es rund um Nazareth 350 arabisch
israelische Computerspezialisten, heute sind es rund 2000, es gibt drei
internationale Unternehmen, die sich angesiedelt haben und insgesamt ist die
Anzahl der High Tech Unternehmen in den vergangenen sechs Jahren von einem auf
zehn gestiegen. Diese Zahlen werden von 'Tsofen' präsentiert, die 2008 gegründet
wurde. Mit einem Jahresbudget von 1,2 Millionen US-Dollar investieren sie in
Bildung, Treffen und unterstützen Jungunternehmer. "Selbst Yair Lapid hat gesagt,
dass 1000 neue Stellen über zehntausende neue Arbeitsplätze schaffen", zitiert
Tsofen CEO Smadar Nehab den israelischen Finanzminister. Die energische Frau
glaubte eher an eine Verdreifachung, aber immerhin. "Außerdem bringen wir Frauen
in die High Tech Arbeitswelt", so die Gründerin. Die Hoffnung ist, dass Nazareth in
den kommenden Jahren nicht nur als weiterer High Tech Hub in Israel bekannt wird,
sondern sich wirtschaftlich erfolgreich dem technikbegeisterten 350 Millionen Markt
der arabisch sprechenden MENA (Middle East North Africa) Einwohner eröffnet.

Das Auditorium im 'Nazareth Industrial Park' - High Tech auf vier Stockwerken
im grünen Norden (Foto: Jennifer Bligh)


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