Nr. 47/2014 – Woche 17.11. bis 23.11.14

Rekordniveau bei ultra-orthodoxen Frauen in der Arbeitswelt


Das israelische Statistikbüro hat eine bemerkenswerte Neuigkeit veröffentlicht: Den
offiziellen Daten zu Folge sind statistisch jetzt mehr ultra-orthodoxe Frauen als alle
anderen Israelinnen zusammen in der Arbeitswelt beschäftigt. Konkret arbeiten rund
80% der ultra-orthodoxen Frauen, wohingegen die Israelinnen allgemein eine
Beschäftigungsquote von 75,3 % erreichen.


Gerade im Vergleich zu vor 14 Jahren sind diese Zahlen beeindruckend: es ist eine
Steigerung von 30%. Die Gründe sind vielfältig: die wirtschaftliche Lage, sozialer
Druck innerhalb der Haredi-Gemeinschaft, in der die Frauen üblicherweise arbeiten,
während die Männer die Thora studieren, Einschnitte im Kindergeld sowie neue
Akademien und weiterbildende Kurse für religiöse Frauen. Ein Nebeneffekt ist, dass
die durchschnittliche Kinderzahl gesunken ist, von 7,5 auf 6,5.


Eine andere spannende Entwicklung in der Haredi-Welt vollzieht sich gerade in der
Mode: In der US-amerikanischen Vogue wurden gerade lange Jeansröcke gefeiert
und die jüdische Bloggerin Ady Heymann hat mit ihren Beiträgen zur "modest
fashion" großen Erfolg. Die Nachfrage ist da, daran besteht kein Zweifel. "Ich habe
nicht verstanden, warum bislang noch niemand die Brücke zwischen Style und Mode
für jüdische Frauen geschlagen hat", so Heyman. Ihr Blog will Frauen unterstützen,
die sich schlicht, gemäßigt und trotzdem modisch kleiden möchten.

 

 

Immer mehr orthodoxe Frauen gehen arbeiten - und ziehen sich modisch an.
Ady Heyman aus New York macht es vor (Foto: Ady Heyman)

 

--> Die gesamte Ausgabe der Zwischenzeilen als PDF herunterladen. <--

 



Zwischenzeilen

Pharmazie-Gigant Teva muss tausende Mitarbeiter entlassen weiter

Pressemitteilungen

Israelfreunde verlangen Überarbeitung des Passus zum Nahen Osten weiter