Nr. 49/2014 – Woche 01.12. bis 07.12.14

Wohnen wird mieterfreundlicher

In den teuren Städten wird der Preiswahnsinn ab dem kommenden Jahr einen
ordentlichen Dämpfer bekommen: Laut einem neuen Gesetzesvorschlag wird
einerseits die Mieterhöhung auf maximal zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr
begrenzt, zudem werden Vermieter verpflichtet, neuen Mietern den Vertrag des
Vormieters zu präsentieren, um Preisunklarheiten auszuräumen.
Desweiteren wurde festgelegt, was offiziell als Wohnung gilt und als solche
vermietet werden kann - übrigens ab jetzt nur noch mit einer Kaution, die sechs
Monatsmieten oder ein Drittel der Jahresgesamtmiete, nicht übersteigen darf: 26
Quadratmeter, Fenster, eine Küche, fließendes Wasser und ein Badezimmer mit
Toilette.
Das neue Gesetz wird vor allem den Süden von Tel Aviv betreffen, wo viele
Wohnungen diesen Mindeststandards nicht gerecht werden. Zudem werden gerade
junge Leute, die den oftmals völlig willkürlichen Forderungen der Vermieter
ausgeliefert sind, von dem Gesetz profitieren Initiiert wurde die Gesetzesvorlage
über eine Facebook-Gruppe, unterstützt wurde sie von Finanzminister Yair Lapid
und Justizministerin Tzipi Livni. Das Gesetz ist vorerst bis zum Jahr 2020 bindend.
Den neuesten Zahlen des Statistischen Büros in Israel nach sind die Mieten in den
vergangenen sieben Jahren landesweit um 64,2 Prozent und in Tel Aviv um 85
Prozent gestiegen.



Wohnen in Israel ist ein teures Vergnügen - bald unterliegt es aber zumindest nicht mehr
der Willkür der Vermieter (Foto: J. Bligh)

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