Nr. 48/2015 – Woche 23.11. bis 29.11.15

Israel erlaubt weiteren 9.000 Äthiopiern die Einreise


Die israelische Regierung hat in der vergangenen Woche entschieden, die letzten
verbleibenden Nachkommen der Falashmura-Äthiopier nach Israel zu bringen. Rund
9.000 Menschen sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren ins Land kommen. Die
Falashmura sind Nachkommen der äthiopischen Juden, die jedoch zum Christentum
konvertiert sind. Viele von ihnen haben bereits Verwandte im Land und es ist
geplant, dass sie einen Übertritts-Prozess zurück zum Judentum durchlaufen.
In Israel leben momentan rund 135.500 Juden die äthiopischen Ursprungs sind,
mehr als 92.000 von ihnen wurden durch die Regierung ins Land gebracht. Die
meisten in einer der großen Operationen in den Jahren 1984 bis 1991. Die
äthiopischen Israelis sorgten erst vor kurzem für eine öffentliche Diskussion, als sie
mehrere große Demonstrationen gegen Rassismus und Diskriminierung abhielten.
Mehr als ein Drittel von ihnen lebt unterhalb der Armutsgrenze.


Eine Familie Falashmura-Äthiopier bei der Ankunft in Tel Aviv im Jahr 2012
(Bild: Jewish Agency).

Mehr äthiopische Einwanderer für Israel (englisch), Times of Israel, 29.10.15



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