Nr. 48/2016 – Woche 28.11.16 bis 04.12.16

Aufräumarbeiten nach den verheerenden Bränden

Nach den verheerenden Waldbränden, die in der vergangenen Woche in Israels Norden und die Gegend um Jerusalem herum wüteten, sind nun die Aufräumarbeiten angelaufen. Das Finanzministerium hat jeder Person, die nicht mehr in ihr Haus zurückkehren kann, eine Soforthilfe in Höhe von 2.500 NIS (ca. 613 Euro, 660 CHF) zugesagt. Weitere großzügige Hilfen, die sonst für Kriegsopfer zur Verfügung gestellt werden, sollen den Opfern der Brände bald zukommen.

Die Behörden gehen davon aus, dass etwa 13.000 Hektar Land und Wald vom Feuer zerstört wurden, ein großer Teil davon in der Hafenstadt Haifa. Insgesamt mussten 60.000 Bewohner der Stadt evakuiert werden – einige von ihnen fanden bei ihrer Rückkehr nur noch Ruinen vor. Wie viele der Feuer durch Brandstifter verursacht wurden, konnte die Polizei noch nicht mit Sicherheit sagen.


Das Feuer wütete besonders im Karmel Gebirge und in der Hafenstadt Haifa (Bild: Lior Rosenthal)


Während der schweren Waldbrände hatte Israel von vielen Ländern Unterstützung bekommen, darunter waren Teams aus Nachbarländern wie Jordanien und sogar den palästinensischen Gebieten. Auch die Schweiz hatte seine Hilfe angeboten und nach
Angaben der Schweizer Botschaft eine Einsatzleitung aus Vertreterinnen und Vertretern des EDA und des VBS gebildet. Die angebotenen Helikoptern des Typs Super Puma mit einer Löschwasserkapazität von je 2500 Litern sowie einem 30-köpfigen Team, wurden am Ende jedoch in Israel nicht benötigt.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft beispielsweise widmet sich in ihrer Unterstützung den Nachwehen der Brände und unterstützt den Spendenaufruf des Jüdischen Nationalfonds - KKL zum Wiederaufbau und zur Wiederaufforstung. Daneben bittet sie vor allem die Bundesregierung und alle staatlichen und kommunalen Institutionen, ebenfalls im Rahmen ihrer Möglichkeiten Soforthilfe zu
leisten.
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