#unteilbar gegen Antisemitismus

#unteilbar

Wir, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Leipzig, unterstützen den Aufruf von #unteilbar Sachsen und rufen zur Teilnahme an der Demonstration "Solidarität statt Ausgrenzung" vom 6. Juli in Leipzig auf. Die Gefährdung der Demokratie durch rassistische Mobilisierungen, Terroranschläge sowie rechtsextreme Kräfte in der AfD erfordert den Schulterschluss aller demokratischen Strömungen in Sachsen. Völkische, rassistische und antisemitische Bestrebungen müssen von der Staatsmacht ferngehalten und von ihr aktiv bekämpft werden.

#unteilbar heißt für uns auch, gegen jeden Antisemitismus einzutreten. Hassreden und Übergriffe kommen heute keineswegs nur aus der Rechten, sondern auch aus islamischen Communities, linken Gruppen und nicht zuletzt der Mitte der Gesellschaft. Während sich Israelfeindschaft und antisemitisches Verschwörungsdenken milieuübergreifender Beliebtheit erfreuen, gehen antisemitische Morde an Juden in Europa im 21. Jahrhundert zumeist auf islamistisch beeinflusste Täter zurück. Diese vielschichtige Bedrohungslage betrifft nicht nur Juden und Israelis. Sie ist ein zentrales Problem für jede Demokratie.

Juden und Israelis sind an vielen Orten des Landes nicht sicher. Nach Übergriffen sehen sie sich oftmals im Stich gelassen. Bei der #unteilbar-Demonstration in Berlin am 13. Oktober 2018 hetzten auch Anhänger der palästinensischen Terrororganisation PFLP und der Boykottkampagne BDS gegen Israel. Die Organisatoren von #unteilbar haben anschließend versichert, dass sie solche antisemitischen Äußerungen nicht hinnehmen möchten. Wir möchten sie beim Wort nehmen und daran anknüpfen. Gleichzeitig setzen wir mit unserer Teilnahme ein Zeichen gegen jede rechte Instrumentalisierung von Israelsolidarität, die nur dazu dient, den Antisemitismus in den eigenen Reihen zu kaschieren. Eine Partei, die Geschichtsrevisionismus, Holocaustrelativierung und judenfeindlichem Verschwörungsdenken eine Plattform bietet, ist keine "Schutzmacht der Juden".

Das Sprechen von Hebräisch und das Zeigen jüdischer und israelischer Symbole sind mancherorts zum Sicherheitsrisiko geworden. Zahlreiche Angriffe, z.B. auf das koschere Restaurant Schalom in Chemnitz, zeugen davon. Juden und Israelis werden in der deutschen Öffentlichkeit wieder zunehmend unsichtbar. Unsere Beteiligung an der #unteilbar-Demonstration möchte dazu beitragen, die Unsichtbarkeit für einen kurzen Moment zu durchbrechen. Wir möchten dazu ermutigen, die Zeichen des Judentums und des Staates Israel auf der Demonstration mitzuführen. Denn wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der Gewalt und Ausgrenzung gegen Juden und Israelis keinen Platz haben – ganz gleich, von wem sie ausgehen.



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