DIG gratuliert Volker Beck zum „Leo-Baeck-Preis"

 

Präsident Robbe würdigt Beck als „mutigen und glaubwürdigen Freund Israels"


Berlin. Nachdem der Zentralrat der Juden in Deutschland erklärte, dass der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) den „Leo-Baeck-Preis“ verliehen bekommt, würdigte der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe, den Preisträger in einem Glückwunsch-Schreiben.

Dieser Brief des DIG-Präsidenten an den Preisträger Volker Beck hat folgenden Wortlaut:


„Sehr geehrter Herr Abgeordneter Beck,
 
mit großer Freude konnten wir in diesen Tagen den Medien entnehmen, dass Ihnen, sehr geehrter Herr Beck, in diesem Jahr der renommierte Leo-Baeck-Preis des Zentralrates der Juden in Deutschland verliehen werden soll.
Im Namen des Präsidiums und der gesamten Mitgliedschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft darf ich Ihnen dazu von ganzem Herzen gratulieren und gleichzeitig unseren Respekt und unsere Anerkennung für diese Preisverleihung zum Ausdruck bringen.

Der Zentralrat der Juden würdigt Sie mit dieser Entscheidung als einen Politiker, der nie einen Hehl daraus gemacht hat, dass die Aussöhnung mit dem Jüdischen Volk nach dem Holocaust und die Verbundenheit mit den Menschen in Israel zu seiner eigenen Identität gehören. Mit einem hohen Maß an Glaubwürdigkeit, Mut und Engagement haben Sie es verstanden, die besondere Verantwortung Deutschlands für die Juden in unserem Land, in Israel und in der Welt immer wieder deutlich zu machen. Dabei verwenden Sie eine klare und unmissverständliche Sprache, wenn Ihnen dies notwendig erscheint. Beispielhaft ist Ihr offensives und deutliches Eintreten gegen jegliche Formen von Antisemitismus, Antizionismus und Israel-Hass im vergangenen Jahr hervorzuheben.
 
Aber auch Ihr Eintreten für politische, ethnische und religiöse Minderheiten, Ihr jahrelanges Wirken für die Gleichstellung von sexuellen Minderheiten und Ihr Kampf gegen autoritäre Regime und Diktaturen sind zwischenzeitlich zu Ihrem Lebensinhalt geworden. Sowohl in Ihren verschiedenen politischen Ämtern – beispielhaft nenne ich Ihre Tätigkeit als Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe -, wie auch in ihren ehrenamtlichen Funktionen verfolgen Sie mit klarem Kurs und unerschrocken jene Ziele, die von den Grundwerten unserer Verfassung und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bestimmt sind.
 
Wenn der Zentralrat der Juden Sie nun mit dem Leo-Baeck-Preis auszeichnet, dann ist das aus unserer Sicht die angemessene Würdigung Ihrer Verdienste auf diesen genannten Feldern. Als Deutsch-Israelische Gesellschaft sind wir glücklich und dankbar, Sie, lieber Herr Beck, zu unseren Mitgliedern zählen zu dürfen.

Die Freunde Israels und alle, die sich – in welcher Form auch immer – für die elementaren Menschenrechte weltweit engagieren, freuen sich mit Ihnen!

Gratulation und Chapeau! Seien Sie sehr herzlich gegrüßt!


Reinhold Robbe
Präsident“




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