Danyal Casar: Die iranische Katastrophe von 1979
27. Mai @ 19:00 - 21:00
Eine VA von DIG AG HAMBURG und JUNGES FORUM DIG HAMBURG
Vortrag Danyal Casar
Die iranischen Vordenker der »Islamischen Revolution« von 1979 waren inspiriert von den Ideologen der europäischen Gegenaufklärung. Im identitär-regressiven Modernisierungsdiskurs referenzierten sie ausgiebig die intellektuellen Parteigänger der faschistischen Krisenexorzierung wie Martin Heidegger, Oswald Spengler, Ernst Jünger und Alexis Carrel. Waren es zunächst die europäischen Identitären und Integralisten, die die entscheidenden Impulse gaben, verkündeten in den späten 1970er Jahren vor allem die Progressiven Europas schadenfreudig das Scheitern der iranischen Modernisierung.
Über den historischen Nexus zwischen Krise der Moderne, europäischer Gegenaufklärung und islamischem Erwachen und die Aussichten auf ein baldiges Ende der khomeinistischen Despotie im Iran wird Danyal Casar sprechen. Casar ist Autor der sans phrase.
Der Vortrag ist Teil der Reihe: „Moralische Immunität und der ehrbare Antizionismus: Über linken Aktivismus und die Terrorregime im Nahen Osten.“
Weitere Vorträge in der Reihe:
8. April: Olaf Kistenmacher. Das belastete Erbe Warum sich die Linke kaum von ihrem Israelhass lösen kann.
24. Juni: Fatma Keser. Islamismus verstehen: Einführung in Organisationen und Einfluss islamistischer Akteure.
22. Juli: Thomas von der Osten-Sacken. Über die Situation im Nahen Osten nach Assads Sturz und den Massenprotesten im Iran.