Dr. Markus Roth: „Wenigstens das soll bleiben“ – Das Untergrundarchiv im Warschauer Ghetto. Dokumentation und Widerstand
13. April @ 19:00 - 21:00
Eine VA der DIG AG KÖLN in Kooperation mit der Lern- und Gedenkstätte Jawne e. V.
Anlässlich des Jom HaShoah, des jüdischen Gedenktages an die Opfer der Shoah und des Widerstand lädt die DIG AG Köln zu einer weiteren Veranstaltung in unserer losen Reihe „Frühe Pioniere der Shoah Forschung“ ein:
Vortrag Dr. Markus Roth: „Wenigstens das soll bleiben“ – Das Untergrundarchiv im Warschauer Ghetto. Dokumentation und Widerstand
Im Geheimen sammelten mutige Männer und Frauen im Warschauer Ghetto Tagebücher, Aufsätze von Kindern, literarische Texte, Untergrundzeitungen und vieles mehr. Emanuel Ringelblum, Rachela Auerbach und die anderen sahen ihre Arbeit als Teil des Widerstands und als Vermächtnis. Sie schufen so ein einmaliges Archiv über die Menschen im Ghetto, über ihr Leben und ihren Widerstand. Markus Roth stellt dieses Archiv, seine zentralen Akteure sowie ihre Motive und Ziele vor. Dabei nimmt er besonders die Zeugnisse von Kindern und Jugendlichen in den Blick.
Dr. Markus Roth ist seit 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut und Redakteur der Einsicht Bulletin des Fritz Bauer Instituts. Er bearbeitet die Auswahl-Edition der Ringelblum Archivs. Er hat Germanistik, Polonistik sowie Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster studiert. Im Jahr 2008 wurde er an der Universität Jena mit einer Arbeit über die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen und ihre Karrieren nach 1945 promoviert. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Herder-Institut in Marburg sowie Mitarbeiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Universität Gießen. Von 2010 bis 2020 war er dort stellvertretender Leiter und von 2016 bis 2020 zudem Geschäftsführer.