Praktizierte Antisemitismuskritik: Die Militärschläge gegen das iranische Regime und der Hass auf Israel
16. April @ 19:30 - 22:00
Eine VA der DIG AG MÜNSTER
Die Politik des iranischen Regimes und seiner Verbündeten sind nur zu verstehen, wenn man den antisemitischen Kern der Ideologie der iranischen Machthaber und der Terrorarmeen an den Grenzen Israels in das Zentrum der Analyse rückt. Der Vortrag wird die militärische Antwort Israels auf den 7. Oktober skizzieren und fragen, inwiefern die Bündnispolitik Israels im Rahmen der Abraham Accords ein Gegengewicht zur iranischen Achse des antisemitischen Terrors schaffen kann. Es soll diskutiert werden, inwiefern die israelischen und us-amerikanischen Schläge gegen das iranische Regime, sein Nuklearwaffenprogramm und seine Verbündeten in der Region als praktizierte Antisemitismuskritik zu verstehen sind und ob sie die Voraussetzung für eine Verbesserung der Situation im Nahen und Mittleren Osten darstellen.
Stephan Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) und Leiter des Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien [CARS] in Aachen und Köln. Er ist Autor von „Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel: Interventionen zur Kritik des Antisemitismus“ (Barbara Budrich 2025) und gemeinsam mit Karin Stögner Herausgeber von „Projektiver Antizionismus: Antisemitismus gegen Israel vor und nach dem 7. Oktober“ (Nomos 2025).