Vier Tage. Roman Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul
30. November @ 18:00 - 20:00
Eine VA der DEUTSCH-ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT BREMEN/UNTERWESER E.V.
Buchvorstellung mit der Autorin Mona Yahia, Köln
Einführung Hermann Kuhn, Moderation Robert Levin
Der 30. November ist seit einigen Jahren Israels nationaler Tag des Gedenkens an den Exodus der Juden aus den arabischen Ländern nach 1945. Diese Flucht und Vertreibung von 750.000 jüdischen Menschen ist bei uns wenig bekannt und beachtet, weil der junge Staat Israel die riesige Aufgabe der Aufnahme und Integration entschlossen angepackt hat. Die Erinnerung an die Geschichte ist aber in Israel präsent, auch durch die Literatur. Daran wollen wir mit unserer Vorstellung des Romans von Mona Yahia anknüpfen.
„Vier Tage“ erzählt – anhand jeweils eines Tages – aus dem Leben von vier Generationen einer orientalisch-jüdischen Familie im 20. Jahrhundert. Sie alle, Hayim und Ehefrau Nazli, die Töchter Rebekka und Serafine, Rebekkas Sohn Nemir und dessen Tochter Leila, erleben radikale, einschneidende Ereignisse, im Nahen Osten und in ihrem Leben. Sie sind verwoben mit Erfahrungen von Entwurzelung, den Traumata des Exils, von Anpassung und Neuorientierung. In jeder Generation geht es um die Suche nach Zugehörigkeit und den Versuch, Heimat neu zu denken.
Mona Yahia ist 1954 in Bagdad geboren; sie floh 1970 mit ihrer Familie in den Iran und wanderte ein Jahr später nach Israel ein. Nach ihrem Militärdienst studierte sie Psychologie und Literatur, ab 1985 Freie Kunst an der Gesamthochschule Kassel. Mona Yahia lebt heute in Köln. Ihr autobiographisch geprägter Debütroman „Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom“ erschien 2002 auf Deutsch. Der Roman „Vier Tage“ wurde 2025 im Salon Literatur Verlag in München veröffentlicht.