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Vom Antisemitismus, der keiner sein will

3. Juni @ 19:00 - 21:00

Eine gemeinsame VA von DIG JUFO KÖLN, GESELLSCHAFT FÜR KRITISCHE BILDUNG und BÜNDNIS GEGEN ANTISEMITISMUS, KÖLN

Buchvorlesung

“Diese Texte sehe ich als Bringschuld. Nicht mich von der Linken zu distanzieren, sondern Ausstiegshilfen aus der Sackgasse falschen Linksseins anzubieten. Dafür bedarf es aber der Einsicht, sich in einer solchen zu befinden.”

Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Und wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und Palästinenser*innen?

Die antisemitischen Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten Schuberth zu den psychologischen und historischen Wurzeln des Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung. In Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie legiert, ergründet er dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand.

Richard Schuberth (*1968) ist ein österreichischer Schriftsteller, Musiker, Cartoonist und Satiriker.
Er studierte in Wien Ethnologie, Philosophie, Psychologie und Geschichte und schloss sein Studium mit einer Diplomarbeit über Nationalismus, Ethnizität und Kulturalismus ab. Neben seinen künstlerischen Tätigkeiten arbeitete er als Musikjournalist, Gestalter von Radiofeatures und DJ.

Er verfasst Artikel, Essays, wissenschaftliche Texte, Rezensionen, Gedichte, Aphorismen, Radiokolumnen und Polemiken sowie Prosa, Drehbücher und Dramen.
Für die Wiener Straßenzeitung Augustin schrieb er eine Essayserie zu Karl Kraus.

Seine gesammelten Essays, Polemiken, Artikel und Glossen sind in den Anthologien „Rost und säure“ (2014) und „Unruhe vor dem Sturm“ (2017) versammelt.
Der feministisch-philosophische Schelmenroman „Chronik einer fröhlichen Verschwörung“ erschien 2015. Mit seinem essayistischen Buch „Narzissmus und Konformität“ (2018) bürstete Schuberth die psychologische Narzissmusdiagnose gegen den Strich.

Details

Datum:
3. Juni
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorien:
,
Website:
https://www.instagram.com/jufo_koeln/

Veranstaltungsort

die wohngemeinschaft
Richard-Wagner-Straße 39
Köln, 50674
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Veranstalter

DIG JuFo Köln, Bündnis gegen Antisemitismus, Köln, Gesellschaft für Kritische Bildung