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Vortrag „Antisemitismusprävention und die Solidarität mit Israel. Jüdisches Leben in Deutschland am Scheideweg“

16. April @ 19:00 - 21:00

Eine VA der DIG AG FRANKFURT

Vortrag und Gespräch mit Stefan Hensel

Zur Teilnahme ist eine namentliche Anmeldung bis zum 14.4. an erforderlich. Der Veranstaltungsort wird einen Tag im Voraus bekanntgegeben.

Antisemitismus in Deutschland wird häufig abstrakt diskutiert. Als historisches Phänomen, als Gegenstand wissenschaftlicher Analysen oder als politisches Problem. Doch Antisemitismus ist keine Theorie. Er betrifft konkret Menschen. Er betrifft jüdisches Leben hier und heute.

Deutschland steht bei der Antisemitismusprävention an einem Scheideweg. Trotz gewachsener Strukturen, Beauftragten, Programmen und öffentlicher Bekenntnisse stellt sich die Frage, ob Antisemitismus tatsächlich mit der notwendigen Konsequenz ernst genommen wird. Oder ob Prävention symbolisch bleibt, während Jüdinnen und Juden zunehmend Bedrohung, Ausgrenzung und Relativierung erleben.

Zugleich stellt sich die Frage nach der gesellschaftlichen Solidarität mit Israel. Wie belastbar ist sie in Zeiten politischer Polarisierung? Wie verändert der demographische Wandel in Deutschland die Perspektiven auf jüdisches Leben und auf den jüdischen Staat? Und was bedeutet das für Politik, Zivilgesellschaft und öffentliche Institutionen?

Stefan Hensel spricht über Antisemitismus nicht als abstraktes oder akademisches Problem, sondern aus der Perspektive gelebter Realität jüdischen Lebens in Deutschland. Er macht deutlich, dass Antisemitismus nur vor dem Hintergrund der konkreten Lebenssituation von Jüdinnen und Juden verstanden werden kann.

Im Zentrum des Abends stehen unter anderem folgende Fragen:

Was bedeutet Antisemitismus für Jüdinnen und Juden im Alltag?

Wo liegen die Grenzen institutioneller Prävention?

Warum reichen gute strukturelle Voraussetzungen allein nicht aus?

Welche Verantwortung tragen Politik, Zivilgesellschaft und Kultur?

Was bedeutet der demographische Wandel in Deutschland für Jüdinnen und Juden und für die gesellschaftliche Solidarität mit dem jüdischen Staat?

 

Zur Person

Stefan Hensel war von 2021 bis 2025 Antisemitismusbeauftragter der Freien und Hansestadt Hamburg. Zuvor war er viele Jahre Vorsitzender der Deutsch Israelischen Gesellschaft Hamburg und ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde Hamburg.

Er legte sein Amt freiwillig nieder. Ausschlaggebend waren Bedrohungen, vor allem aber seine Einschätzung, dass er mit seinen inhaltlichen Positionen und Warnungen in Politik und Verwaltung nicht mehr ausreichend durchdrang und dass Antisemitismusprävention trotz guter struktureller Grundlagen politisch und gesellschaftlich nicht mit der notwendigen Konsequenz ernst genommen wird.

In seinen Vorträgen spricht er über Antisemitismus und seine aktuellen Erscheinungsformen, jüdisches Leben in Deutschland, zivilgesellschaftliches Engagement sowie rechtliche Grundlagen wirksamer Prävention.

Veranstaltungsort

Der Veranstaltungsort wird einen Tag im Voraus bekanntgegeben.

Veranstalter

DIG AG Frankfurt
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