„BDS ist und bleibt antisemitisch“

DIG-Präsident Uwe Becker begrüßt Berliner Gerichtsentscheidung

„Kaum eine andere antisemitische Gruppierung hat es in den zurückliegenden Jahren derart einfallsreich verstanden, die eigene antiisraelische Gesinnung hinter der Maske einer selbst erklärten Menschenrechtsorganisation zu verbergen, wie dies die israelfeindliche BDS-Bewegung erreicht hat, die seit nunmehr fast 20 Jahren zu Boykotten, Deinvestitionen und Sanktionen gegenüber Israel aufruft. Die Entscheidung des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2019, BDS als klar antisemitisch zu benennen und zum Engagement gegen diese israelfeindliche Bewegung aufzurufen, war ein richtiger und wichtiger Beschluss. Dass nun das Verwaltungsgericht Berlin eine Klage von BDS-Vertretern gegen den Bundestag als unbegründet abgewiesen hat, ist ein starkes und wichtiges Signal. Die Maske bleibt unten, denn BDS ist und bleibt antisemitisch“, erklärte heute der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, zum Berliner Gerichtsurteil.

„BDS ist eine Maschinerie der Einschüchterung, eine moderne Form des Terrors gegenüber Israel. Von selbsternannter ,Kaufhauspolizei‘, die israelische Waren in Geschäften brandmarkt und damit auch Händler einschüchtert, über die Einschüchterung von Künstlern, die in Israel auftreten möchten oder von Wissenschaftlern, die mit Israelischen Hochschulen kooperieren wollen – bis hin zur Störung von Veranstaltungen reicht weltweit ein Ausschnitt verschiedenster BDS-Aktivitäten. Dies alles sind keine Beiträge zur freien Meinungsäußerung, sondern unfriedliche und aggressive Umtriebe. Die BDS-Bewegung nutzt mit ihren Botschaften zudem die gleiche Sprache, die einst Nationalsozialisten gebrauchten, um auszudrücken: ,Kauft nicht bei Juden!‘. Heute heißt dies: ,Kauft nicht von Israelis‘. Die BDS Kampagne greift das Fundament der Legitimation Israels an und nutzt den Umweg über den Antizionismus, um beim Antisemitismus anzukommen. Auch wenn nicht alle, die diese Bewegung unterstützen, selbst Antisemiten sind, so fördern sie mit ihrem Engagement doch eine Gruppierung, die selbst antisemitisch ist. Umso wichtiger ist es, dieser Bewegung entschieden entgegenzutreten, wie dies der Deutsche Bundestag 2019 getan hat“, so DIG-Präsident Uwe Becker abschließend.

 

Berlin, den 08.10.2021